Naturliebhaber wollen Claußnitzer Lehrpfad herrichten

Vorgestellt Rolf Schallau und Ina Kutsche entrümpeln und streichen

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Naturkenner Rolf Schallau und Ina Kutsche wollen den Markersdorfer Naturlehrpfad wieder zum Leben erwecken. Foto: Uwe Schönberner

Markersdorf/Claußnitz. Im Claußnitzer Ortsteil Markersdorf liegt oberhalb der Chemnitz ein Kleinod verborgen, um das es in den vergangenen Jahren leider etwas still geworden ist: der Markersdorfer Naturlehrpfad. Nachdem Armin Ludwig, dem dieses Waldareal einst gehörte leider verstorben ist, kümmerte sich niemand so recht um den rund einen Kilometer langen, ehemaligen Lehrpfad.

Der Bürgermeister freut sich

Zu ihm gehören gleich am Anfang ein kleines Stationshäuschen mit zahlreichen Gerätschaften , wie Schaufeln, Rechen, Haken und so weiter. Außerdem gibt es zahlreiche leer Schaukästen, die förmlich darauf lauern gefüllt zu werden und so wieder Wissenswertes über die Natur kundtun zu können.

"Ich bin froh, dass sich wieder jemand dem ehemaligen Lehrpfad annimmt", sagte Claußnitz' Bürgermeister Günter Hermsdorf zum Engagement der Beiden. Die Anfänge dieses Pfades reichen fast 100 Jahre zurück: Anfang der 1920er Jahre nutzten diesen Weg Anwohner zwischen den Orten Schweizertal und Markersdorf noch als Arbeitsweg.

Erst Ende 1950 haben ihn Naturbegeisterte zum Naturlehrpfad gemacht. Besonders sehenswert sind natürlich neben der vielfältigen Fauna und Flora die beiden geologischen Attraktionen unmittelbar am Weg: der Hockstein und die Bärenhöhle.

Teich soll wiederbelebt werden

Damit entlang des Weges zum Amselgrund bald wieder die Benutzer bewusst unverfälschte Natur genießen können, wollen Rolf Schallau und Ina Kutsche erst einmal alles entrümpeln, streichen und wieder herrichten. "Gruppen bis zu 20 Personen können dann hier wieder geführt werden", so die Vorstellungen von Ina Kutsche.

Auch Schulklassen wird es so ermöglicht viel Interessantes über die heimische Tier- und Pflanzenwelt erfahren. Der kleine Teich am Häuschen soll auch wieder aufleben. Ein Ameisenlehrpfad ist ebenfalls geplant. Dabei kann Ralf Schallau auf sein in über 15 Jahren erworbenes Wissen im Natur- und Umweltzentrum Vogtland zurück greifen.