Nur "Gemeinsam" geht es gut aus

Kultur Mittelsächsisches Theater startet in Freiberg in die neue Spielzeit

nur-gemeinsam-geht-es-gut-aus
Humorvoll: Sergio Raonic Lukovic, Leonora del Rio und Melissa Domingues in einer Kostprobe aus "Die verkaufte Braut". Foto. Wieland Josch

Freiberg. Auf diese Spielzeit am Mittelsächsischen Theater Freiberg kann man sich freuen. Und zwar auf Schauspiel, Oper, Operette, Musical und Sinfoniekonzerte gleichermaßen. Wie gewohnt lud der Kulturtempel am Buttermarkt zu einem kostenlosen Querschnitt durch die Programmvielfalt ein und stellte dabei gleich die neuen Mitglieder des Ensembles vor.

Intendant Ralf-Peter Schulze begrüßte mit Almut Buchwald, Stella Thomas, Robert Kapelle und Maximilian Wex gleich vier neue Schauspieler und mit Melissa Domingues und Gregor Rozkwitalski zwei gesangliche Verstärkungen. Das Motto der Spielzeit lautet diesmal "Gemeinsam". Dies, so betonte der Intendant, solle nicht nur was das Spiel auf der Bühne angeht verstanden werden, sondern man wolle der Überzeugung Ausdruck verleihen, dass alle Probleme und Prozesse, die momentan die Welt bestimmen, nur gemeinsam zu einem guten Ende geführt werden können.

Die Ausschnitte machen Lust auf mehr

Wie gekonntes Zusammenspiel auf der Bühne funktioniert, das wurde bei Ausschnitten aus der Neuinszenierung von Moliéres "Der Geizige" perfekt vorgeführt. Ralph Sählbrandt in der Titelrolle lässt dabei seiner Lust am Grotesken freie Bahn und Almut Buchwald als Kupplerin sowie Stella Thomas als ihr "Opfer" sind sehenswert. Lust auf mehr machte auch ein Quartett aus "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana und das Finale aus Mozarts "Cosi fan tutte".

Grandios schon jetzt der Vorgeschmack auf Händels "Cäsar und Cleopatra". Sopranistin Lindsay Funchal begeisterte mit einer Arie und schürte ähnlich große Erwartungen wie schon vor einem Jahr, als Bellinis "Romeo & Julia" zu einem wahrhaften Erfolg wurde. Das Weihnachtsstück für die ganze Familie ist diesmal "Der Lebkuchenmann" und "Die Schneekönigin" kommt als Wiederaufnahme auf die Bühne.

Unter der Überschrift "Spielraum Gegenwart" lässt sich das Theater im Mai 2018 einen Frei-Raum. "Wir werden bis dahin beobachten, wie sich die Dinge auf der Welt entwickeln", sagte Schauspieldirektorin Annett Wöhlert. Aktuell wolle man darauf reagieren, um etwa zu hinterfragen, was gewonnen, was verloren sei.