Wo, wenn nicht hier: Eine Eisenbahn für Freiberg

Projekt Ein tolles Angebot für Touristen

Freiberg. 

Freiberg. Dass in Freiberg Eisenbahnen halten ist jetzt nicht unbedingt eine sensationelle Mitteilung. Doch wird es in wenigen Wochen eine Bahn geben, die hier bisher noch nicht Station gemacht hat. Dabei handelt es sich um eine sogenannte touristische Wegebahn, also eine Lok mit mehreren Hängern, die mit maximal Tempo 25 durch die Altstadt fährt, und dabei zahlreiche Touristen befördert, die während der Fahrt die Sehenswürdigkeiten Freibergs erklärt bekommen.

Wo, wenn nicht hier

Ein solches Angebot fasziniert Ulrike Jurk, die das Reisebüro "Sonnenschein Reisen" nahe dem Freiberger Dom betreibt, schon seit Jahren, und sie suchte stets nach einer Möglichkeit, eine solche Bahn zu etablieren. Bislang ergab sie sich nicht, doch hat sich das nun geändert. Gemeinsam mit dem Anbieter von Segway-Touren Peter Mey trat sie an die Betreiber der Wittenberger Altstadtbahn heran. Mike Pickran ist schon ein alter Hase im Geschäft. Er schaute sich Freiberg an und sagte dann: "Wo, wenn nicht hier soll man so eine Bahn fahren lassen?".

Keine Einschränkungen für den Verkehr

Gemeinsam nahm man die Gespräche mit der Stadt auf, die sich durchaus aufgeschlossen zeigte. "Es sind zwar noch nicht alle Dinge bis zu Ende geklärt", sagt Oberbürgermeister Sven Krüger. "aber es ist das große Ziel, dass es eine solche Bahn in Freiberg gibt." Sie soll nicht nur durch die Altstadt fahren, sondern diese auch mit dem Silberbergwerk auf der Reichen Zeche verbinden. Die Route wurde ordentlich vermessen, wie Thoralf Klagge, Prokurist der Altstadtbahn, versichert. Das 21 Meter lange und zwei Meter breite Gefährt passe überall durch, Einschränkungen für den Verkehr werde es nicht geben.

Kein Rückwärtsgang bei Silberstadtbahn

Betrieben wird die Bahn mit Benzin-Erdgas und ihr Lärmpegel sei sehr gering. Mitte Mai schon könnte der Zug rollen. Doch suche man noch einen Fahrer, der über einen Busführerschein mit der Genehmigung für Anhänger verfüge. Auch benötige man noch eine große Unterstellhalle, die entweder Gelegenheit gibt zum Wenden oder eine zweite Ausfahrt hat, denn die Silberstadtbahn hat keinen Rückwärtsgang.

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