Es geht wild durch viele Genres

Rückblick Welche Musiker haben es in die Herzen geschafft?

Anikas Top-Alben des Jahres

2021 war definitiv ein Jahr der Transformation. Es hatte viele schwere Seiten aber auch einige positive. Die Coronapandemie hat die meisten Menschen dazu gezwungen mehr zu Hause zu bleiben als gewollt, aber damit hatte man auch mehr Zeit Musik zu hören. Zum Beispiel erging es mir so . Da ich mich nicht auf meine Top 3 Alben 2020 festlegen konnte, habe ich einfach mal fünf herausgesucht. Und es ging wild durch viele Genre: Indie-Folk, Klassik, Metalcore, Disneymetal und Hip Hop gepaart mit Singer-Songwriter. Vielleicht sind die BLICK-Leser ja offen, für einen ungewöhnlicheren Sound, als was man so den ganzen Tag im Autoradio hört. Hier sind meine Favoriten für Euch: 

1. Illumishade - Eclyptic: Wake Of Shadows

Illumishade sind ein Nebenprojekt der Eluveitie-Sängerin Fabienne Erni aus der Schweiz. Ich beschreibe das interaktive Konzeptalbum gern als Disney-Metal. In der Welt von Illumishade gibt es fünf Stämme (jedes Mitglied gehört einem an) und die Zuhörer können auf der Webseite der Band sogar in einem Test herausfinden, zu welchem Tribe sie gehören. Das Herz der Welt ist bei Illumishade ein Kristall, der alles im Gleichgewicht hält und in ihrem Debütalbum geht es thematisch darum, dass der Kristall zerstört wird und sie es nicht aufhalten können. Das Ende der Welt ist da. Die Musik klingt sehr nach Musical- oder Soundtrackmusik. Einige Instrumentale erinnern mich an Wellness. Eine mega tolle CD. Mehr über die Hintergrundgeschichte der Band Illumishade erfahrt ihr in dieser Kolumne von mir.

2. Taylor Swift - Folklore

So unerwartet, wie die Coronakrise selbst, kam im Juli plötzlich ein neues Album von Taylor Swift heraus, was ganz anders klingt als ihre Vorgänger. Sugar Pop ist vorbei. Jetzt tastet sich Taylor durch die Indie und Folk Musik. Ruhige Töne, die es sehr in sich haben, die aber auch zum Nachdenken anregen. Besonders Songs wie Exile (feat. Bon Iver), Betty, August und Seven haben mir den Sommer ein wenig versüßt. Wie immer hat Taylor textlich abgeliefert und den ersten Lockdown grandios genutzt. Mehr über "Folklore" erfahrt ihr in dieser CD-Rezension.

3. In This Moment - Mother

In This Moment sind eine Metalcoreband, die eher auf spirituellen Wegen unterwegs ist. Mother ist die CD, die mich durch den ersten Lockdown gebracht hat. Ich saß mit meinen Kerzen, meiner Mond- und Lavalampe in meinem Zimmer und habe mir dieses Album reingezogen. Ich würde sagen, dass die Songs einzeln nicht so gut wirken. Die Atmosphäre im Ganzen macht es. Setzt euch also mit einem Tee vor den Kamin und hört die CD an. Man findet erstaunlich schnell tiefe Verbundenheit mit den Songs. Mehr über "Mother" erfahrt ihr in dieser CD-Review von mir. 

4. Elif - Nacht

Elif ist die erste Künstlerin und die einzige, die ich zweimal interviewen durfte. Damals hat sie ganz gefühlvolle Singer-Songwriter-Musik gemacht. Heute hat sie ihren Stil geändert, es erinnert mich mehr an emotionalen Hip Hop. Die Beats sind anders, aber eines hat sie sich bewahrt: Man glaubt ihr jeden Satz und die Texte gehen sofort unter die Haut. Ich hatte nicht erwartet, dass das Album mich so packt, vor allem, weil ich das Meiste aus der Hip Hop Richtung nicht gut leiden kann. Checkt sie aus. Sie ist sooo talentiert. Mehr über die Scheibe "Nacht" erfahrt ihr in einer gesonderten Kolumne.

5. Lord Of The Lost - Swan Songs III 

Zum Schluss möchte ich euch das dritte Orchesteralbum der Gothik-Dark-Rock-Band Lord Of The Lost präsentieren. Wer auf Klassik steht und auch den Drang zur Düsternis hat, kommt hier auf seine Kosten. Ich finde es gelungener als Teil I und II. Die Songs gehen sofort ins Ohr und die Stimme von Sänger Chris ist ein Genuss. Für den letzten Song "We Were Young" haben sie sich sogar Verstärkung geholt vom Senioren-"Heaven Can Wait Chor". Lord Of The Lost erfinden sich immer wieder neu und das liebe ich so an der Band. 

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