Baumstachler und Bronzeputen

Tierpark In Limbach-Oberfrohna gibt es interessante Neuzugänge zu bestaunen

Die drei Bronzeputen leben nun im "Bauernhof" des Parks. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. Nach dem turbulenten Fest mit gut 7.700 Besuchern am letzten Wochenende ist nun erst einmal Ruhe in den Amerika-Tierpark eingekehrt. Wobei: Eigentlich gibt es schon wieder Neues zu entdecken. Im Gehege der Präriehunde wackelt es seit Montag ganz anmutig hin und her und lässt Erinnerungen wach werden, als vor Ort noch das Stachelschwein lebte: "Hierbei handelt es sich aber um einen Baumstachler oder Urson", gab Mike Richter bekannt.

Diese sind eigentlich baumkletternde, stachelige Meerschweinchen - aber nicht zu unterschätzen: Laut dem stellvertretenden Tierparkleiter hat der Stachel einen Widerhaken, der beim Herausziehen abbrechen kann. "In der nordamerikanischen Natur leben sie oft in Kiefern und wurden, wenn die Indianer im Winter unter Hunger litten, auch verspeist", so Richter weiter. Dieses Schicksal wird das knapp einjährige Tier nicht erfahren - nach dem Umzug aus der Quarantänestation fühlte es sich sichtlich gleich heimisch.

Weitere Neuzugänge warten auf die Besucher

Während dieser Neuzugang ein Geschenk des Zoos Magdeburg ist, stammen die drei Bronzeputen im kleinen Bauernhof von einem privaten Züchter aus Grimma. Fast unbemerkt erkunden sie seit Sonntag ihr neues Terrain, nachdem sie zunächst in der Hütte eingewöhnt wurden. Diese große, schwere Rasse wird in Nordamerika gezüchtet, aber alle Wildputen kamen ursprünglich von jenem Kontinent. In Deutschland wurden sie vor Jahrhunderten zunächst in der Dresdener Heide ausgewildert, bevor man auch hierzulande mit der Zucht begann.