Besonderes Flair durch Wunderkerzen-Meer

Interview mit Eispiraten-Torhüter Sebastian Albrecht

Crimmitschau. Die Heimserie der Eispiraten Crimmitschau ist gerissen. Das Team kassierte gegen die Eislöwen Dresden eine 4:5 (0:1,3:1,1:3)-Niederlage. Vor dem vierten Gegentreffer der Gäste machte Torhüter Sebastian Albrecht eine unglückliche Figur. Der 22-Jährige stellte sich nach der Schlusssirene trotzdem den Fragen von Holger Frenzel.

In der 56. Minute ist Dresden durch einen "Sonntagsschuss" aus der neutralen Zone in Führung gegangen. Wie haben Sie die Szene gesehen?

Die Scheibe hat in der Luft kurz vor dem Kasten noch einmal ganz blöd die Richtung geändert. Ich muss den "Flatterschuss" natürlich abwehren. Wenn so ein Treffer in der Anfangsphase passiert, können wir die Partie noch umbiegen. Im Spiel gegen Dresden war dafür leider die Zeit zu knapp.

Wie gehen Sie als junger Torhüter mit solchen Szenen um?

Die Stärke muss sein, dass ein Spieler diese Fehler wegstecken kann. Es wäre verkehrt, wenn ich mir an den nächsten Tagen wegen des Gegentreffers einen Kopf mache. Ich verfolge viele Partien aus der National Hockey Liga (NHL). Dort passieren immer wieder ähnliche Fehler - für die Keeper muss das Leben trotzdem weitergehen.

Warum ist die Heimserie der Eispiraten ausgerechnet im Sachsenderby gerissen?

Ein Grund ist das Powerplay. Wir lagen im letzten Drittel mit 3:2 in Führung. Dann durften wir zweimal in 5:3-Überzahl antreten. In dieser Phase müssen wir den vierten Treffer erzielen und alles klar machen. Stattdessen kann Dresden durch glückliche Tore die Partie noch drehen.

Die Teams durften vor über 5.000 Zuschauern und in einem Meer aus Wunderkerzen in den Sahnpark laufen. Beschreiben Sie bitte die Gefühle bei diesem Anblick.

Das ist unglaublich. Vor dieser Kulisse macht es einen riesigen Spaß. Ich hoffe, dass wir in dieser Serie noch bei einigen Partien eine ähnliche Atmosphäre genießen dürfen.