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"Es gibt genug Silvesterkarpfen für alle"

Weihnachten Cunersdorfer Fischzüchterin tafelt zu Weihnachten Gans und zum Neujahr Schleie auf

Cunersdorf. 

Cunersdorf. Am Heiligabend hat Corina Rockstroh, Chefin des Familienunternehmens "Fischzucht Schröder", ihrer Familie ganz traditionell, also wie jedes Jahr, einen Gänsebraten aus eigener Züchtung vorgesetzt. Die Gans, die noch vor kurzem das frische Grün auf dem Wiesengrund genoss, wurde mit selbst gemachtem Rotkohl und Klößen serviert. Das Festessen gab es vor der Bescherung am Abend. Zuvor, von 9 bis 12 Uhr, wurden im Familienladen im Kirchberger Ortsteil Cunersdorf noch Kundenweihnachtswünsche nach frischem und geräuchertem Fisch erfüllt.

Frischer Karpfen für alle

Nach einer kurzen Weihnachtsverschnaufpause stehen dem Familienbetrieb ab dem 28. Dezember vier richtige "Hauptkampftage" bevor. Denn Silvester und Karpfen gehören für viele Westsachsen untrennbar zusammen. "Wir haben aufgrund der aktuellen Situation eine ganz große Bitte an unsere Kunden, dass sie nicht alle gleich vormittags kommen. Wir haben genug frische Karpfen nicht nur für Silvesterabend, sondern bis weit nach Ostern", versichert Corina Rockstroh, die Diplom-Ingenieurin für Fischwirtschaft und Gewässerbewirtschaftung ist und seit 2013 das Familienunternehmen leitet.

Den Karpfen tafelt Corina Rockstroh traditionell am 1. Januar auf. Am kommenden Neujahrstag könnte es statt dem so kross wie ein Spanferkel gebackenen Karpfen eventuell Schleie blau geben. Da ist sie sich noch nicht ganz sicher. "Die Schleie schmeckt unseren Kindern auch ganz vorzüglich und sie haben den Dreh mit den Gräten auch schon ganz gut raus", sagt die Mutter von drei Jungs im Alter von sieben, zehn und 17 Jahren schmunzelnd.

Drei Jahre benötigen die Fische zum Wachsen

Der Fisch aus eigener Züchtung schmeckt natürlich nicht nur den Kindern, sondern auch dem Züchter-Ehepaar selbst vorzüglich. Corina Rockstrohs Ehemann Sven ist zwar ein gelernter Baumschuler, beschäftigt sich aber seit mittlerweile 25 Jahren in der Firma mit der Fischzucht. Es dauert übrigens drei Jahre, bis die kleinen Satzfische zu schlachtreifen Karpfen herangewachsen sind. Die im Herbst beim Abfischen "geernteten" Flossentiere kommen bis zum Verkauf in die sogenannten Hälterbecken. "Das klare, fließende Wasser darin sorgt dafür, dass die Karpfen richtig gut schmecken", erklärt die Fachfrau.