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Haribo-Beschäftigte in Wilkau-Haßlau sagen "Jes" zur Zukunft mit Katjes

Aktion Demonstranten fordern zeitnahe Entscheidung

Beschäftigte des kurz vor der Abwicklung stehenden Haribo-Werkes Wesa Wilkau-Haßlau haben am heutigen Mittwoch vor dem Betriebstor für einen Fortbestand des Standortes und eine Übernahme durch den Haribo-Süßwarenkonkurrenten Katjes demonstriert.

Mit einer Fotoaktion unter dem Motto #SagJesHaribo (als Anlehnung an den Firmennamen KatJES) forderten sie Haribo auf, einer möglichen Übernahme des Werkes durch Katjes keine Steine in den Weg zu legen und wollen eine zeitnahe Entscheidung.

Betriebsversammlung für Mitte März geplant

"Wir erwarten jetzt schnelle Verhandlungen und eine Übernahme durch Katjes. Haribo war ganz fix mit der Schließung, der Sozialplan wurde in nur 35 Tagen ausgehandelt. Jetzt brauchen wir eine schnelle Entscheidung über Verkauf und Übernahme", fordert Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Gewerkschafter weiter: "Ende März laufen die ersten Kündigungsfristen. Den Beschäftigten droht Arbeitslosigkeit. Wir geben nicht auf und fordern eine Zukunft für den Standort mit der eingespielten Mannschaft. Wenn dies mit Katjes gelingt, wäre das nicht nur ein großer Erfolg für die Beschäftigten, sondern auch für die Region."

Der Süßwarenhersteller Katjes hatte Anfang des Monats ein mögliches Interesse an der Übernahme des Standortes und der Beschäftigten signalisiert und erwägt dort die Produktion von vegetarischen Produkten. In den kommenden Wochen hält die NGG den Druck hoch. Für Mitte März wird mit dem Betriebsrat eine Betriebsversammlung geplant.