Mit der Thüringer Ameise über den Sachsenring

Parade Rund 120 Traktoren "rasen" um die WM-Strecke

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Foto: Andreas Kretschel

Oberlungwitz. Während die verschiedensten Traktoren auf der Pullingstrecke auf der Festwiese nur ihre Kräfte maßen, konnten sie am Sonntag auf dem Sachsenring auf die Tube drücken. Nicht wenige Traktorpiloten versetzten sich in einen regelrechten Geschwindigkeitsrausch, jedenfalls für ihre Verhältnisse.

"Bestzeit" betrug 45 km/h

Die Höchstgeschwindigkeiten bewegten sich nicht wie zu Motorrad-WM-Zeiten um die 280 km/h, sondern nahmen sich mit maximal 45 km/h relativ bescheiden aus. Nicht alle erreichten diese Geschwindigkeit der schnellen Belarussen. Die kleine Thüringer Ameise aus dem Fahrzeugwerk Waltershausen kam bergab mit Rückenwind nur auf stolze 15 km/h.

Viele Modelle kamen aus Weißrussland

Nicht viel anders dürften die Geschwindigkeiten bei der Hanomag-Zugmaschine RD 36 gewesen sein oder aber bei den Lanz-Buldog mit ihrem satten rhythmischen Klang, der jeden Technikfan nur begeistern kann. Die meisten der auf dem Sachsenring für eine Stunde zugelassenen Traktoren dürften wohl die Belarussen gewesen sein. Sie stammen aus dem weißrussischen Minsk.

Im Minski Traktorny Savod werden seit 1946 land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge hergestellt, die seit 1953 unter der Marke Belarus produziert werden. Als zweites russisches Unternehmen treten die Kirowwerke mit ihren Traktoren beim Oberlungwitzer Russentreffen auf den Plan, so auch mit seinem aktuellen Modell, dem K-744, das mit einer Leistung von 250bis 420 PS hergestellt wird.