Schließung droht: Ungewisse Zukunft für Continental-Mitarbeiter in Limbach

Wirtschaft Konzern stellt Fertigung von Diesel-Injektoren in Limbach-Oberfrohna ein

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Ein herber Schlag für den größten Arbeitgeber in der Stadt wurde am Mittwoch bekannt: Der Konzern Continental teilte mit, dass am Standort in Limbach-Oberfrohna mit derzeit rund 1.230 Arbeitsplätzen das Geschäft mit hydraulischen Komponenten für Dieselmotoren 2028 auslaufen soll. Davon wären voraussichtlich rund 860 Arbeitsplätze in der Produktion betroffen. Für die weiteren rund 370 Arbeitsplätze sei ein Übergang in "funktionsnahe Aufgabenfelder" vorgesehen. "Es ist unsere feste Absicht, unsere betroffenen Mitarbeiter so gut wie möglich zu schützen und ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten", sagte Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart. Betriebsbedingte Kündigungen seien für das Unternehmen für uns "das allerletzte Mittel der Wahl". "Wir können sie derzeit aber nicht ausschließen. Wenn sie unumgänglich sein sollten, wollen wir unsere ausscheidenden Mitarbeiter unterstützen, so gut wir können", so Degenhart weiter.

Continental hatte am Mittwoch über seine Strategie 2030 und das Programm zur strukturellen Transformation bis 2029 beraten. Damit will das Unternehmen zukunftsfähig im Sinne der Elektromobilität bleiben. Continental reagiert damit zum einen auf die Rückgänge in der weltweiten Automobilproduktion und zum andern auf die verstärkte Kundennachfrage nach digitalen Lösungen. Darüber hinaus trage das Programm mehreren Entwicklungen Rechnung, die parallel verlaufen: einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt, der sich abzeichnenden Krise in der Autoindustrie und dem durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigten Technologiewandel im Antriebsbereich.