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Stadt stemmt Ausbau ohne Fördergeld

Sanierung Arbeiten in der Kindertagesstätte beginnen mit Verspätung

Die Finanzierung der Innensanierung der Kindertagesstätte "Muldenstrolche" in Zwickau-Crossen ist endlich gesichert. Nachdem die erhoffte Förderung durch Freistaat und Landkreis ausbleibt, muss die Stadt die gesamten Baukosten in Höhe von 800.000 Euro selbst stemmen. Die Mitglieder des Finanzausschusses gaben am Dienstagnachmittag grünes Licht, dass für das Projekt auch Mehreinnahmen von 300.000 Euro bei der Vergnügungssteuer und von 56.000 Euro bei den Säumniszuschlägen verwendet werden können. Nun treibt das Liegenschafts- und Hochbauamt die Vorbereitungen für das Projekt weiter voran. Am 12. Oktober sollen die Aufträge vergeben werden. Die Arbeiten beginnen nach Angaben von Stadtsprecher Matthias Merz am 19. Oktober.

Bei der Vorbereitung des Projektes sind die Verantwortlichen im Rathaus bereits in einige Fettnäpfchen getreten: Obwohl es keine schriftliche Fördermittelzusage durch den Landkreis Zwickau gab, wurden am 3. Juli die Umzugskartons gepackt. Sechs Tage später traf im Liegenschafts- und Hochbauamt die Mitteilung ein, dass es keine Finanzhilfen gibt. Dadurch konnten die Handwerker nicht beauftragt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die "Muldenstrolche" bereits in Ausweichquartiere in Eckersbach gezogen. Seitdem müssen die Eltern pro Tage eine Extra-Fahrtstrecke von rund zehn Kilometern in Kauf nehmen. "Dabei haben wir in Crossen immer noch einen funktionierenden Kindergarten stehen", sagt Elternrats-Vorsitzende Gabi Felber. Sie macht deutlich: "Wir müssen die Interessen der Kinder und der Eltern vertreten." Dazu gehört, dass die Arbeiten nun zügig über die Bühne gehen. Die Fertigstellung soll bis Mitte April 2016 erfolgen. Die Stadtverwaltung will den Firmen, die den Zuschlag bekommen, mit Blick auf die Schwierigkeiten einige Auflagen ins Stammbuch schreiben. "In den Ausschreibungsunterlagen sind verlängerte Arbeitszeiten und Einsätze am Samstag verankert", sagt Stadtsprecher Matthias Merz.



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