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Stolpersteine erinnern an Schicksale

Mini-Mahnmale Stadtrat gibt grünes Licht für Pläne des Vereins "Beth Shalom"

Crimmitschau. 

Im September sollen die ersten fünf Stolpersteine in Crimmitschau verlegt werden. Der Stadtrat hat grünes Licht für die vom Verein "Beth Shalom" initiierte Aktion gegeben. Bei den Stolpersteinen handelt es sich um kleine Mahnmale. Sie sollen an Schicksale von Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Die Stolpersteine haben eine Größe von 96 mal 96 Millimetern. Sie werden von einem Bildhauer aus Berlin angefertigt und erhalten eine Messingplatte mit Daten zu den betroffenen Personen.

In Crimmitschau haben die zwölf Mitglieder des Vereins "Beth Shalom" die Vorbereitungen für das Verlegen der Pflastersteine vorangetrieben. "Dazu wurden in den vergangenen zwei bis drei Jahren intensive Recherchen betrieben", sagt die Vereinsvorsitzende Susanne Adler. Dadurch stehen nun die Standorte für die ersten Stolpersteine in Crimmitschau fest. An der Gutenbergstraße (ehemalige Albertstraße) soll an Laura Hertmann erinnert werden. An der Herrengasse 10 ist die Verlegung von Stolpersteinen für die Arndtheim-Schwestern geplant: Frida Haurwitz starb 1942 in Riga, (H)Edwig Pinthus schon 1941 in den Niederlanden. Mit weiteren Mahnmalen wird an der Silberstraße (ehemalige Thiemestraße) an Lisbeth Heidemann und an der Leipziger Straße an Irma Himmelweit erinnert. hof