Tierschutz in Limbach - Experten erklären

Saisonstart Einblicke in Europäisches Vogelschutzgebiet

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Dieter Kronbach möchte auf die Besonderheiten des Limbacher Teichgebietes aufmerksam machen. Foto: Anett Büchner-Ulrich

Limbach-Oberfrohna. Es ist inzwischen eine gute Tradition, dass die Mitglieder des Tierpark-Fördervereins prominente Gäste einladen, die zugunsten des weiteren Ausbaus des Amerika-Tierparks aktiv werden. Im letzten Jahr gab es gleich mehrere Erfolgsveranstaltungen, bei denen um die 200 Gäste begrüßt werden konnten. An solche Erfolge möchte man auch 2017 gern anknüpfen.

Am 25. Januar geht es wieder los: Ab 19 Uhr heißt es im Saal der "Parkschänke" "Vor den Toren der Stadt - das Europäische Vogelschutzgebiet Limbacher Teiche". Als Gastredner konnte man Jens Hering und Dieter Kronbach gewinnen. Die bekannten Ornithologen möchten den Zuhörern dabei näher bringen, welche Kostbarkeit fußläufig für die meisten zu erreichen ist: "Der Vortrag beleuchtet das Vogelschutzgebiet mit all seinen Facetten, wobei speziell die Kernzonen der weithin bekannten Teich- und Feuchtwiesenlandschaft vorgestellt werden", erläuterte Hering. "Dabei wird es auch historische Aspekte geben, wie zur Geschichte des Stadtbades Großer Teich, die Präsentation von Fotos, die das Abfischen des Großen Teiches im Jahr 1913 zeigen und vieles mehr."

Laut dem Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises werden auch die bedeutsame Brutvogelinsel in diesem Gewässer Schwerpunkte sein, des Weiteren ein seit Jahrzehnten laufendes Beringungsprojekt, eine hier vorkommende Vogelart, die man wie einen Pilz pflücken kann und vieles mehr. Neben stehenden Bildern werden auch mehrere Filmaufnahmen den inhaltsreichen Vortrag bereichern. Aktuell umfasst die Gesamtartenliste 232 nachgewiesene Vogelarten, wobei circa 90 mehr oder weniger regelmäßig im Gebiet brüten. Schon längst überfällig führte die hohe Schutzwürdigkeit im Juni 1994 zur Unterschutzstellung als Landschaftsschutzgebiet mit einer Größe von etwa 520 Hektar. Die Kernzonen wurden im November 2006 zum Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt. Zudem existieren in diesem Schutzgebietskomplex seit Anfang der 1990er Jahre mehrere Flächennaturdenkmale und zahlreiche geschützte Biotope.