Werke von Heinz Tetzner zu erwerben

Kunstaustellung Gabriele Rabe spricht über ihren Vater, den Maler Heinz Tetzner

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Foto: Nicole Schwalbe

Gersdorf. "Für meinen Vater war die Malerei kein Beruf, sondern eine Berufung", sagt Gabriele Rabe, die Tochter von Heinz Tetzner. Heinz Tetzner wurde am 8. März 1920 geboren und verschrieb sein Leben schon als Kind der Malerei.

Erst mit 34 Jahren studierte er Kunst

Obwohl seine Eltern nicht viel Geld hatten, bezahlten sie ihm abendliche Mal- und Zeichenkurse in Chemnitz. 1938 wurde Heinz Tetzner zum Wehrdienst eingezogen, konnte als Soldat allerdings drei Jahre später ein Semester an der Kunstakademie Königsberg belegen.

Ab 1944 war der Maler in Südfrankreich in Kriegsgefangenschaft, wo er sich, angeregt durch die schöne Landschaft, wieder mit Kunst beschäftigen konnte. 1946 kehrte er nach Deutschland zurück und studierte in Weimar Kunst. Erst 1954 zog es ihn in seinen Heimatort Gersdorf zurück. Mit seiner Frau Charlotte bekam er zwei Kinder. "Wir hatten nie viel Geld", erinnert sich Rabe.

Sie wollte keinen Vergleich mit ihrem Vater

"Als Kind habe ich in einem Zeichenzirkel mitgemacht, aber beruflich wollte ich der Malerei nie nachgehen. Ich wollte nie mit meinem Vater verglichen werden, der ein großer Künstler war", sagt Gabriele Rabe, Tochter von Heinz Tetzner. Viele Jahre war die Malerei für Rabes Vater eine brotlose Kunst und Heinz Tetzner konnte sich und seine Familie nur mit der Unterstützung von Freunden durchbringen. Erst in den 70er Jahren verbesserten sich seine Arbeits- und Lebensbedingungen

"Es ist für mich in Ordnung, dass mein Vater der Malerei nachgegangen ist, denn das hat ihn glücklich gemacht. Ebenso die Errichtung des Tetzner Museums, die er noch miterleben durfte", erinnert sich Rabe. Das Museum wurde 2001 in der Hessenmühle in Gersdorf eröffnet, sechs Jahre vor dem Tod des Malers.

Anlässlich der Kunstausstellung Heinz Tetzners in der Burg Schönfels hat sich Gabriele Rabe von einigen Werken getrennt, die sie als Nachlassverwalterin noch privat zuhause hatte. Diese können in der Burg käuflich erworben werden.