Zebras und Dromedare in den Kunstsammlungen

Bühne, Parkett Manege Themen einer Sonderausstellung im Max-Pechstein-Museum

Zwickau. 

Zwickau. Eine weitere Neuerwerbung ist den Kunstsammlungen Zwickau Ende Mai gelungen, wurde in diesen Tagen aus dem Max-Pechstein-Museum bekannt.

Auf einer Auktion konnte ein seltener Brief Max Pechsteins aus dem Jahr 1920 mit einer ganzseitigen Zirkusdarstellung ersteigert werden. Damit ergänzt das Museum den umfangreichen Bestand an Briefen und Postkarten des in der Muldestadt geborenen Expressionisten. Das Max-Pechstein-Museum ist gerade auch für die größte Handschriftensammlung - mit über 450 Briefen und Postkarten - und damit als Anlaufstelle für die Forschungsarbeit zum Schaffen des Künstlers bekannt.

Entstanden in der "mir lieben Luft des Zirkus"

Die Zeichnung passt motivisch exakt in die aktuelle Sonderausstellung "TANZ! Max Pechstein: Bühne, Parkett Manege" und ist dort bis zum 14. Juli zu sehen. Die schwungvolle Momentaufnahme aus dem Jahr 1920 leitet ganzseitig einen einzigartigen Brief des Zwickauers an Tekla Hess (1884-1968), Ehefrau des Erfurter Kunstsammlers und Mäzens Alfred Hess, ein.

 

In diesem schildert Pechstein nicht nur seine Eindrücke vom Zirkus, sondern beschreibt außerdem seine künstlerischen Pläne: "Wie Sie sehen, bewege ich mich immer noch in der mir lieben Luft des Zirkus. Ein Glück, dass Sarrasani den Weg wieder einmal nach Berlin gefunden, und ich also an früher bei ihm verlebte gute Stunden anknüpfen konnte, 2 Bilder habe ich nun schon aus ihm gemalt, und noch einiges steht in Arbeit."

Welche Zirkus-Gemälde der Künstler geschaffen hat, können Besucher der Sonderausstellung entdecken.