Mit 19 Jahren hinterm großen Lenkrad

Porträt Jüngster Fahrer von Chemnitz steuert Bus und Straßenbahn

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Philipp Mehnert an seinem Arbeitsplatz - hinter dem Steuer eines Busses. Foto: CVAG

Mit 18 Jahren den Führerschein machen und endlich mobil sein - der Traum vieler Jugendlicher. Doch "nur" ein Auto zu fahren, das reicht Philipp Mehnert nicht. Er sitzt mit seinen 19 Jahren bereits hinter dem Steuer von Bussen und Straßenbahnen und ist damit Chemnitz' jüngste Fachkraft im Fahrbetrieb der CVAG.

"Ein guter Bekannter von mir ist Busfahrer, so dass für mich schon in der 5. Klasse feststand - das will ich später auch mal werden", erzählt Philipp Mehnert. In seiner Freizeit ist er bei der Chemnitzer Parkeisenbahn aktiv. Dort fungiert er als Schaffner, verkauft Fahrkarten und hat auch das ein oder andere Mal schon an einer Bahn geschraubt. Nach seiner Ausbildung in Dresden mit dem Besuch der Berufsschule in Schkeuditz freut sich der junge Mann, nun endlich in seiner Heimatstadt Chemnitz Passagiere durch das Stadtgebiet fahren zu können.

Morgens sind die Fahrgäste freundlich

An seiner Arbeit liebe er besonders die Abwechslung, sagt er. Mal ist er Fahrer eines Busses, mal einer Bahn. Mal beginnt sein Dienst um 4 Uhr früh, mal geht er bis Mitternacht. "Im Bus macht mir besonders der Fahrscheinverkauf Spaß, weil man da mit den Leuten in Kontakt kommt", sagt Philipp Mehnert. Sind die Chemnitzer Fahrgäste denn auch freundlich? "Das kommt auf die Uhrzeit an", sagt er und schmunzelt. Früh am Morgen bekomme er oft ein Lächeln, doch je später es werde, desto unfreundlicher seien manche Mitfahrende. Ein mulmiges Gefühl durchzog ihn zu später Stunde auch vor der Bauphase an der Zentralhaltestelle. Abends und nachts erlebte er nicht selten Schlägereien vor Bus und Bahn. "Ich versuche aber immer, das nicht an mich rankommen zu lassen und weiterhin freundlich zu den Fahrgästen zu sein", so Philipp Mehnert.


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