TUC-Talk: Uni geht in die Offensive

Hochschule TU Chemnitz feilt an ihrer Kommunikationsstrategie

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Foto: TU Chemnitz

Etwas mehr als 100 Tage ist Gerd Strohmeier nun Rektor der Technischen Universität Chemnitz (TUC). In der ersten Folge von TUC-Talk, einem neuen Videoformat der Professur für Medieninformatik, blickt er als Interviewpartner voraus auf eine Entwicklung, die er selbst gestalten will: "Zum einen wollen wir die Transparenz an der Universität stärken und auch die Binnenkommunikation ausbauen. Zum anderen müssen wir auch mit der Zeit gehen und auf das Web 2.0 setzen", so Strohmeier in dem Beitrag. Dieser wurde auf Youtube veröffentlicht und zählt inzwischen knapp tausend Klicks.

Mit der Zeit gehen muss die Universität auch, weil große Einschnitte drohen: Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst möchte die TU auf Schrumpfkurs schicken. Knapp 2.000 Studienplätze sollen in der Stadt gestrichen, die Studentenzahl auf unter 10.000 reduziert werden.

Der Rektor Gerd Strohmeier will mit seiner neuen Kommunikationsoffensive dagegenhalten. Neben TUC-Talk kommuniziert die Universität seit neuestem auch über die Newsletter TUC-Inside und TUC-Dialog. Ob Newsletter zum Dialog einladen, sei dahingestellt. Anregungen nehme man per E-Mail entgegen, heißt es in den Veröffentlichungen.

Geredet wird aber nicht nur mit den Studenten und Mitarbeitern in Chemnitz, sondern besonders mit den Absolventen, mit Vertretern der Wirtschaft und den Entscheidern im Dresdner Landtag. Der Tenor - hier, wie da, von TUC-Talk bis zu TUC-Dialog: die Technische Universität ist ein wichtiger Standortfaktor für Chemnitz, an ihr zu rütteln eine Gefahr für die Stadt.

Die neue Leitung der Technischen Universität schwört damit sprichwörtlich alle Kräfte auf das gemeinsame Ziel ein, möchte mobilisieren, um den geplanten Abbau der Studentenzahl sowie die Existenz einzelner Fakultäten zu sichern. Der Kampf geht am 27. Februar in die nächste Runde. Dann werden bei einem parlamentarischen Abend in Dresden Kontakte gepflegt und aufgebaut, die über Wohl und Wehe der Uni entscheiden könnten. Ganz persönlich und analog.