Will der Herr Graf ein Tänzchen wagen?

Oper "Die Hochzeit des Figaro" feiert am Samstag Premiere

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Szene aus "Die Hochzeit des Figaro". Foto: Dieter Wuschanski

"Beim Happy End wird im Film jewöhnlich abjeblendt", hat Kurt Tucholsky einst geschrieben. Doch manchmal sind Figuren und Plots so erfolgreich, dass es nach einer Fortsetzung förmlich schreit, die den Fortgang der Geschichte erzählt.

Alle wollen die Kammerzofe Susanna

Das gilt nicht erst heute, das war auch schon die Idee hinter "Die Hochzeit des Figaro": 1775 erschien das überaus erfolgreiche Lustspiel "Der Barbier von Sevilla" von Beaumarchais. Und weil es so gut lief, legte der Lustspieldichter nach mit "Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit". Ein Skandal bahnte sich an, der Wolfgang Amadeus Mozart reizte, aus dem Stoff eine Oper zu entwickeln: eben "Die Hochzeit des Figaro", die 1786 uraufgeführt wurde.

Der einstige Barbier von Sevilla Figaro ist nun Kammerdiener beim Grafen Almaviva, dem er die schöne Rosina vermittelt hatte. Von ehelicher Treue indes hält der Graf nicht viel, weshalb er mehr als einen Blick auf die Kammerzofe Susanna wirft. Die aber ist auch die Auserwählte von Figaro. So bedarf es strategischen Geschicks auf vielen Seiten, damit am Ende ein neues Happy End möglich werden kann.

Zum Mozartfest kommt das Stück in die Oper Chemnitz

Die Oper Chemnitz bringt das Stück am Samstag im Rahmen des aktuell stattfindenden Sächsischen Mozartfestes auf die Bühne. Die regelmäßig in Chemnitz arbeitende Helen Malkowsky hat die Inszenierung übernommen. Die Besetzungsliste ist mit Andreas Beinhauer (Graf), Maraike Schröter (Gräfin), Franziska Krötenheerdt (Susanna) und Sejong Chang (Figaro) hochkarätig, die musikalische Leitung obliegt Felix Bender.

So ist alles vorbereitet für die Frage: "Will der Herr Graf ein Tänzchen wagen" - auch wenn die am Samstag auf Italienisch gestellt wird. Bei Redaktionsschluss gab es noch wenige Resttickets.



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