Die fast verlorene Kunst der Perlentaschen-Herstellung

Schau Tradition im Mauersberger Museum zu sehen

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Bettina Lewin hat Hunderte Perlentaschen gesammelt. Foto: Jan Görner

Mauersberg. Die aktuelle Sonderschau des Mauersberger Museums beschäftigt sich mit einem beinahe vergessenen Zweig der erzgebirgischen Posamentenindustrie. Bettina Levin hat die Herstellung von Perlentaschen aufgearbeitet und auf Schautafeln dokumentiert.

Vor Jahren war die historisch interessierte Sehmaerin zufällig darauf gestoßen. Im Zuge ihrer Familienforschungen stellte sie fest, dass der Urgroßvater ihres Mannes André Levin Oskar Kahl selbst eine Manufaktur für Perlentaschen besaß. Damals wurde das Thema interessant für sie.

"Kaum einer weiß heute noch, dass in diesem Industriezweig früher mehr als zehntausend Frauen und Kinder gearbeitet haben", sagte sie und sprach von Dutzenden Produzenten zwischen Geyer und dem böhmischen Schmiedeberg. Mit der Weltwirtschaftskrise 1929 begann der Niedergang des Industrie-zweigs. "Ich möchte diese typisch erzgebirgische Tradition wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken", so die promovierte Zahnärztin aus Sehma.

Deshalb hat sie schon mehrere Ausstellungen zu diesem Thema organisiert. Außerdem informiert sie in Vorträgen darüber. Einer davon findet am 21. Mai im Mauersberger Museum statt. Beginn ist 13.30 Uhr. Die Ausstellung selbst ist bis zum 21. Mai zu erleben. Das Haus öffnet mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.



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