Mittweidaer Tafel hat endlich eine neue Gefrierzelle

Tafel Netzwerk weiterhin auf Spenden angewiesen

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Die Koordinatorin der Mittweidaer Tafel Marion Sommerfeldt beim Beräumen der neuen Gefrierzelle. Ohne zahlreiche Spenden wäre die 14.000 Euro Investition undenkbar gewesen. Foto: Dennis Heldt.

Mittweida. Dem "Netzwerk Mittweida" ist Ende vergangenen Jahres ein Stein vom Herzen gefallen. Auf den letzten Drücker hat es doch noch geklappt, eine neue Gefrierzelle wurde bei der Mittweidaer Tafel in Betrieb genommen. "Erst im November haben wir den Bescheid zum Fördermittelantrag für 2016 bewilligt bekommen, dementsprechend stressig war in diesem Jahr unsere Vorweihnachtszeit", bilanzierte die Geschäftsführerin des Netzwerks Mittweida Anne Katrin Koch, unter deren Obhut der soziale Trägerverein "Mittweidaer Tafel" fällt.

Trotz Fördermitteln wäre die neue, etwa zehn Quadratmeter große Gefrierzelle ohne zusätzliche Spendengelder undenkbar gewesen. Nahezu alle Großspenden der vergangenen Monate wurden für diese Anschaffung verwendet. Mit etwas mehr als 14.000 Euro sei der Kauf der Gefrierzelle für ein Sozialunternehmen wie dem Netzwerk keine alltägliche Ausgabe, so Geschäftsführerin Koch. Über 1.000 hilfsbedürftige Menschen in und um Mittweida versorgt die Tafel wöchentlich mit Lebensmitteln: "Ohne eine funktionierende Kühlkette könnten wir viele unserer Produkte, die wir von Händlern und Supermärkten bekommen, nicht einlagern und nutzen", erklärte die Koordinatorin der Tafel Marion Sommerfeldt.

Besonders zwei Großspenden waren unverzichtbar für den Verein: Die 5.000 Euro-Spende durch die Lidl-Pfandmarken-Aktion und die über 2.500 Euro, die durch den Mittweidaer Spendenlauf im vergangenen Sommer zusammengekommen sind. Letzterer wurde jedoch 2016 zum letzten Mal durch eine Studiengruppe der Hochschule Mittweida durchgeführt. Anfang des Monats wurde der Staffelstab an die studentische Unternehmensberatung "Ventus Novus e.V." übergeben. "Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass es weitergeht mit dem Spendenlauf. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten das Projekt auch diesmal unterstützen, denn wir sind auf diese Spenden angewiesen", fügte Anne Katrin Koch hinzu.

Auf dem Plan steht für dieses Jahr die Renovierung der Waschküche. "Der Reinigungsbereich ist in einem schlechten Zustand, wir müssen hier dringend nachbessern, das ist aber auch mit Mehrausgaben verbunden, die wir nicht so leicht tätigen können", so die Geschäftsführerin des Sozialunternehmens.