Neue Ideen für "Alte Baumwolle"

Stadtentwicklung Konzept wird bis 2030 fortgeschrieben

neue-ideen-fuer-alte-baumwolle
Studenten haben sich in einem Wettbewerb Gedanken über die drei leer stehenden Gebäude an der Südseite der früheren Baumwollspinnerei gemacht. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Während am 10. Januar ab 9 Uhr das Kamishibai-Geschichtentheater das Märchen von "Frau Holle" in der Stadtbibliothek im Wasserbau erzählt und nebenan im einstigen Shedbau die "Baumwollzwerge" die verschiedenen Häuser der Kita mit Leben erfüllen hat sich über den anderen Teil des ehemaligen Industriereals mit dem Schnee auch die Ruhe gelegt. Denn nach wie vor harren Oederaner und die drei Altbauten am Park und nicht zuletzt der Neubau ihrer Erweckung. Im Neubau, so verspricht es der private Investor, ist seit Jahren ein Handel einziehen, diesem Ziel scheint die Stadt auch im vergangenem Jahr nicht näher gekommen zu sein.

Wie die drei Altbauten an der Südseite der "Alten Baumwolle", die derzeit leer stehen, künftig genutzt werden könnten, mit diesem Thema haben sich Architekturstudenten beschäftigt und ihre Konzepte beim Wettbewerb "DenkMal Nutzung!" im Rahmen der Messeakademie 2016 der Leipziger Messe eingereicht. Mit ihrem Entwurf "Sozial Campus Flöha" hat die Architekturstudentin Anna Luise Schuchardt von der Bauhaus-Universität Weimar die Jury aus Denkmalschutzexperten voll überzeugt und Anfang November auf der Messe "Denkmal" in Leipzig einen Preis gewonnen.

Die angehende Architektin ging von der Überlegung aus, wie sich zugleich junge Menschen in die "Alte Baumwolle" holen lassen, aber auch die Bedürfnisse einer immer älteren Bevölkerung der Stadt Flöha einbezogen werden können und auch ein Bezug zur bereits bestehenden neuen Kita geschaffen werden kann. Ihre Idee: Wie wäre es, die drei Altbauten so umzubauen, dass hier künftig eine Sozialakademie mit angeschlossenem betreuten Wohnen und Wohn- und Übernachtungsmöglichkeiten für Auszubildende und Fortbildungsgäste entstehen kann? Das aus der Fragestellung entwickelte Konzept überzeugte die Jury. Im Frühjahr sollen die Entwürfe der Studenten in einer Ausstellung gezeigt werden.

Die Stadt muss in diesem Jahr zudem den Umzug des Rathauses in den Shedbau angehen. Außerdem soll das Stadtentwicklungskonzept bis 2030 fortgeschrieben werden.