30-jähriger Krieg: Burgruine ist einziges Überbleibsel

Bauwerk Wehranlage zum Schutz der böhmischen Handelsstraße

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Blick zur Burgruine von Niederlauterstein. Foto: Ilka Ruck

Niederlauterstein . Wer zum Jubiläum der FF Niederlauterstein pilgert, kann mit etwas Zeit sehr viel Schönes entdecken. Beispielsweise die Burgruine in Niederlauterstein. Sie ist das einzig noch erhaltene Bauwerk aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, welches im Mittleren Erzgebirgskreis existiert.

Zum Schutz der alten böhmischen Handelsstraße, die von Leipzig über Chemnitz, Zschopau, Zöblitz, Rübenau bis nach Komotau und Prag führte, wurde sie auf einem Gneisfelsen gegenüber der Schwarzen Pockau erbaut. Die Burg wurde nicht, wie damals üblich, aus Holz, sondern aus Stein errichtet. Aufgrund dessen gab man ihr auch den Namen Lauterstein.

Es lässt sich heute jedoch nicht mehr feststellen, wann genau diese Wehranlage errichtet wurde. Es steht jedoch fest, dass die Burggrafen von Leisnig die Erbauer waren. Sie verkauften die Burg im Jahr 1434 für 4000 Gulden an eine Freiberger Patrizierfamilie Namens Berbisdorf.

Die Berbisdorfer waren etwa 125 Jahre Besitzer der Burg Lauterstein, bevor sie 1559 an Kurfürst August abtreten mussten. Als sich der Besitz in den Händen der Familie Berbisdorf befand, wurde die Herrschaft Lauterstein in zwei Hälften geteilt. Die Burg erhielt eine Schiedsmauer und Lauterstein wurde in Ober -und Niederlauterstein geteilt.