Chemnitzerin kreiert dreidimensionale Gemälde

Kunst Benita Martin stellt in der Baldauf-Villa in Marienberg aus

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Benita Martin mit dem Bild "Lotus-Blüte". Die Details der Blüte erscheinen durch die Brille betrachtet dreidimensional.Foto: Jan Görner

Marienberg . Benita Martins Malerei weist viele Facetten auf. Auf eine hat sie sogar ein Patent. Die Chemnitzer Künstlerin im Nebenerwerb malt dreidimensional. Deshalb ist es für die Besucher ihrer Ausstellung in der Baldauf-Villa ratsam, sich eine der vorrätigen Spezial-3-D-Brillen auszuleihen. Nur so können sie entdecken, dass Blumen, Teile von Blüten und andere Details tatsächlich räumlich zu erleben sind. Auf die Technik gekommen ist sie zufällig. Sie hatte sich einige ihrer Bilder mit einer 3-D-Brille angeschaut und in ihnen die Dreidimensionalität entdeckt.

"Das Geheimnis liegt in den verschiedenen Schichten"

Die Suche nach dem dahinter steckenden physikalischen Prinzip verlief rasch erfolgreich. "Das Geheimnis liegt in den verschiedenen Schichten, die nacheinander aufgetragen werden müssen", so Benita Martin. Die Grundschicht bilden dunkle Farbtöne. Darauf kommt eine zarte Schicht mit transparenten Farben. "Den Abschluss bildet die Zauberfarbe", so die Künstlerin.

Das sind in der Regel kräftige, warme Farben. Die Ausstellung beinhaltet auch Porträts. Diese malt die Chemnitzerin mit Bleistift, Acryl- und Temperafarben. Den dritten Teil bildet der Zyklus "Mohnzart". Er geht auf die Sinfonie 25 von Wolfgang Amadeus Mozart zurück und beschäftigt sich mit dem Thema Rausch, den sowohl Musik als auch Malerei auslösen können. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 15. Juli, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr sowie während der Veranstaltungen im Haus.