Der Corona-Schwibbogen: "Wir setzen ein Zeichen!"

Idee Familie Hertzsch hat imposante Weihnachtssachen aufgestellt

Sehma. 

Sehma. Weihnachten spielt bei Familie Hertzsch in Sehma eine große Rolle. Ab Totensonntag werden die Zimmer mit weihnachtlichen Sachen liebevoll geschmückt. Jetzt kommt nun seit Freitag ein ganz besonderer Schwibbogen mit Beleuchtung hinzu. Er soll einmal an die Coronazeit erinnern.

Benjamin Hertzsch (30 Jahre): "Als ich nach der Spätschicht nach Hause kam, stand der Schwibbogen auf dem Tisch. Ich stand erst einmal sprachlos da. Ich habe meiner Frau gesagt, dass ich einen Bogen mit Corona-Motiv von ihr haben möchte, sozusagen als Erinnerung. Jetzt muss ich nur noch einen passenden Platz finden, wo ich ihn aufstelle."

Seine Frau Nicki (23 Jahre): "Mit dem Bogen habe ich vorige Wochen angefangen. Zum Erzgebirge gehören nun einmal die Bergmänner, und daher mussten sie auch mit rein. Benjamin meinte, als Erinnerung an diese Pandemie muss das Corona-Zeichen mit rein. Da es eine reine Laubsäge-Arbeit mit der Hand ist, habe ich zwischenzeitlich immer mal 1 Stunde daran gearbeitet. Gestern Abend ist der Bogen fertig geworden. Eigentlich sollte ihn Benjamin erst zum Nikolaus bekommen, ich wusste aber nicht, wo ich ihn verstecken sollte, weil er immer alles findet und so habe ich ihn einfach auf den Tisch gestellt. Rot und schwarz sind seine Lieblingsfarben.

Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass wir Erzgebirger stark sind und Corona mit vereinten Kräften überstehen werden. Ohne Frage muss der Nachwelt an diese schreckliche Krankheit, die von allen so viel Kraft abverlangt und für Leid in den Familien sorgt, der Nachwelt Mahnung sein. Wir lassen uns aber Weihnachten nicht verderben. Wir machen seit September als Kleinunternehmer Wunschbögen. Es wird aber diesen Bogen noch einmal nicht geben, da es reine Handarbeit ist, wird es immer Abweichungen geben. Wir haben auch schon Ideen, dass auf alle Fälle 2020 mit rein muss."