Die Weihnachtszeit wird ausgeläutet

Weihnachten Ein bildlicher Rückblick auf Weihnachten 2019

Erzgebirge. 

Noch knapp eine Woche, dann ist die Weihnachtszeit in einigen Gebieten des Erzgebirges endgültig vorbei. Obwohl das Wetter gar nicht so recht mitspielt, denn vom Winter fehlt nach wie vor jede Spur. Die jetzige Wettersituation beeinflusst aber nicht die Traditionen. Der Engel, der Bergmann und die Schwibbögen, die Fensterbretteln und natürlich die Pyramiden sind Sinnbilder der Region und gehören zur Historie des Erzgebirges dazu. Die Pyramiden erhellten erst die Stuben, wurden später robuster und größter und prägten dann sogar draußen das Ortsbild vieler Dörfchen und Städte des Erzgebirges und Sachsens.

Seit zirka 1930 gibt es die Freilandpyramiden in den Städten und Gemeinden - sind nicht mehr wegzudenken. Die Stockwerke und Bauweise der Pyramiden variieren, doch eins bleibt gleich:Auf allen Ebenen sieht man typische erzgebirgische Figuren, welche bis ins kleinste Detail liebevoll gestaltet sind. Meist werden auch noch typische Originale aus dem jeweiligen Ort gezeigt.

Beim traditionellen Pyramidenanschieben werden diese kurz vor dem 1. Advent aufgestellt und "angeschoben" - ab da dreht sich die Pyramide dann durchgängig Tag und Nacht bis zum Ende der Adventszeit. Einige Orte bauen ihre Pyramide nach dem 6. Januar  ab. Manche Gemeinden haben jedoch dieTradition, die Pyramiden erst  am 2. Febraur zu "Maria Lichtmess" zurück auf den "Dachboden zu stellen". Vorreiter ist hier die Bergstadt Zwönitz, wo dieser Tag nun schon seit 20 Jahren zelebriert wird. Gefeiert wird mit Stadtführungen, in den Gaststätten gibt es traditionellen Hirsebrei und Riesenbratwurst und pünktlich 18 Uhr wird die weihnachtliche Beleuchtung ausgeschaltet und es endet die Weihnachtszeit.