Die Zwönitzer Chroniken gehen weiter

Chronik Ehemaliger Bürgermeister schreibt an zweitem Buch

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Der ehemalige Zwönitzer Bürgermeister Uwe Schneider arbeitet aktuell an einer neuen Ortschronik. Foto: Georg Dostmann

Zwönitz. Seit September 2016 schreibt der ehemalige Zwönitzer Bürgermeister Uwe Schneider an einer neuen Chronik, in der er die Ortsgeschichte von 1945 bis zur Wiedervereinigung behandelt. Für diesen Zeitraum existieren bisher nur historische Hefte, in denen allerdings keine Quellenangaben vorhanden sind.

2019 soll es fertig sein

Das fertige Buch soll etwa 800 Seiten umfassen und 30 Euro kosten. Der 74-Jährige plant, sein Werk im Frühjahr 2019 fertigzustellen und anschließend herauszubringen. Zu erwerben ist es dann in der Stadtinformation. "Ich werde die historischen Ereignisse chronologisch darstellen und diese mit Fotos sowie Infofeldern versehen", erzählt der Zwönitzer.

Außerdem behandelt er verschiedene Themenfelder wie die Entwicklung der Kindergärten und Schulen. Dazu kommen Informationen über bedeutende Persönlichkeiten wie Bürgermeister und Ärzte. Des Weiteren stellt er ein Personen-, Sach- und Straßenregister auf.

Zur Informationsbeschaffung hat Uwe Schneider über 250 Akten im Kreisarchiv durchforstet. Außerdem war er im Sächsischen Staatsarchiv in Chemnitz und Dresden auf Spurensuche. Einige Fragen bleiben jedoch immer noch unbeantwortet. Er berichtet: "Für die Zeit der sowjetischen Besatzung von 1945 bis 1949 sind mir noch einige Dinge unklar, weshalb ich auf die Hilfe der 'BLICK'-Leser angewiesen bin".

Jetzt sind Sie gefragt:

Uwe Schneider möchte gerne wissen, ob es in den übrigen Orten des Kreises Stollberg noch genauere Hinweise über die vorherige US-Besatzung gibt. Zudem ist weiterhin fraglich, welche Einheiten der Sowjetarmee im Kreis Stollberg ihre Kommandanturen errichtet haben.

Außerdem interessiert ihn, wie lange die Russen in der Stadt Zwönitz waren. Zudem ist er noch auf der Suche nach Fotos der drei Ehrenpforten, die von August 1945 bis 1946 auf Befehl der Sowjets errichtet wurden. Wer Hinweise dazu hat, kann sich gerne bei Uwe Schneider unter der Telefonnummer 037754 2384 melden.

Von Uwe Schneiders erster Chronik wurden bislang 700 Exemplare verkauft. Für sein Werk erhielt er den mit 3000 Euro dotierten Sächsischen Landespreis. Da er selbst von 1990 bis 2008 die Geschicke der Stadt leitete, würde er sich freuen, wenn sich jemand finden würde, der die Geschichtsschreibung ab 1990 fortführt.