• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Ein Brief, der zum Nachdenken anregt

Erinnerung Traurig - damals wie heute

Lauta. 

Lauta. Vor reichlich einhundert Jahren ging der 1. Weltkrieg zu Ende. Begonnen hatte er am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Dieser Krieg wurde in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, in Ostasien und auf den Ozeanen geführt. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens erfolgte frühmorgens am 11. November 1918. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch diesen Krieg ihr Leben, darunter auch viele Erzgebirger.

Anlass genug auch für Chronist Manfred Stülpner aus Lauta, in seinen alten Unterlagen zu blättern. "Krieg war und ist zu jeder Zeit Blödsinn und kostet nur sinnlos Menschenleben", so der Rentner und hält das Schreiben mit der Todesnachricht seines Verwandten, Albin Ernst Wohlgemuth, in den Händen. Geschrieben hatte es säuberlich mit Hand der Kompanieführer des jungen Unteroffiziers und es in dessen erzgebirgische Heimat geschickt.

Eines von vielen Schicksalen

Der Brief erzählt sehr ausführlich, dass der junge Mann auf dem Rückzug von der Front von feindlichen Artillerie-Geschossen am Kopf getroffen und sofort tödlich verwundet worden sei. Am 9. August 1918 sei er um 14 Uhr auf dem Ehrenfriedhof in Flandern zur letzten Ruhe gebettet worden. Er erhielt die Grabnummer 2985. Der Brief ist sehr gut erhalten und durch viele Hände gegangen. Wie die vielen Tränen auf dem Papier noch heute beweisen, wurde Albin Ernst, wie Millionen andere Gefallene, sehr beweint. Zu Hause trauerten um ihn seine Eltern, Geschwister und die Verlobte Martha. In Lauta waren 22 Gefallene im 1. und 42 im 2. Weltkrieg zu beklagen.



Prospekte