Fachkräfte-Problem in den Griff bekommen

Wirtschaft Pendleraktionstag soll Optionen in der Heimat aufzeigen

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Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Foto: R. Wendland

Erzgebirge. Bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, konkret im Regionalmanagement entwickelt man derzeit ein Programm, um verstärkt Standortmarketing betreiben zu können.

Das sei wichtig beim Aufbau des Welcome-Centers, erklärt Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Dort gehe es um die Anwerbung beziehungsweise Aufnahme von Zuwanderern, nicht von Asylanten, betont Lißke. Das sieht man als einen Ansatz, das Fachkräfte-Problem in den Griff zu bekommen.

Zurück zu den Wurzeln

Ein anderer Ansatz sind Aktionen, wie der Pendleraktionstag, der Ende des Jahres gelaufen ist. Damit will man Erzgebirgler, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben und anderswo arbeiten, Möglichkeiten aufzeigen, im Erzgebirge zu arbeiten. Es sei schwer, Zahlen zu nennen in wie weit die Aktion Früchte trägt.

"Das sind teilweise Prozesse, die gehen über Jahre", so Lißke: "Vom Zeitpunkt, wo Interesse gezeigt wird zurückzukommen bis dahin, dass der Umzug tatsächlich in Angriff genommen wird, vergeht oft viel Zeit. Es spielen viele Faktoren eine Rolle: "Oftmals geben Rückkehrer in ihrer Wahlheimat einiges auf. Das geht bis dahin, dass auch für den Partner im Erzgebirge eine Beschäftigung gefunden werden muss und Kinder einen Schulplatz erhalten."

Dass die Wirtschaft im Erzgebirge gut aufgestellt ist, habe man beim Industriemessedoppel Intec und Z in Leipzig gezeigt. Dort waren laut Lißke 43 Aussteller aus dem Erzgebirgskreis vertreten - sie haben die Plattform für sich genutzt.