Gründe für Stolleneinbruch wurden gefunden

Nachforschungen Erkenntnisse über die Geschichte kamen zum Vorschein

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Horst Kökert mit einem Teil der Holzkonstruktion sowie der Wurzel, die den Gotes-Geschick-Stollen in Zwönitz zum Einsturz gebracht hat. Foto: Georg Ulrich Dostmann

Zwönitz . Im vergangenem Jahr sind Teile des Gottes-Geschick-Stollens am Platz der Deutschen Einheit in Zwönitz eingestürzt. Daraufhin wurde der komplette Park abgesperrt. Außerdem funktionierte das Brunnensystem nicht mehr, welches einige Haushalte mit Wasser versorgt. Nach dem Einsturz hat die Bergsicherung Freiburg den Stollen gesäubert und ein Wasserrohr einbetoniert. Der Stollen war daraufhin an dieser Stelle nicht mehr befahrbar. Dabei wurden alte Ausbauten wie zum Beispiel Holzkonstruktionen zur Stabilität aus dem Stollen herausgeholt.

Eine Probe der Fichtenholzkonstruktion wurde noch im selben Jahr an das Deutsche Archäologische Institut nach Berlin geschickt. "Dieses fand heraus, dass der Baum 1485 gepflanzt und 1542 geschlagen wurde. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass bereits 1542 der Stollen existiert hat, da nur frisches Holz eingebaut wurde", erklärt Horst Kökert. Der 64-Jährige und seine Frau Cornelia Kökert sind die Vorsitzenden des Vereins ZunftMontan in Zwönitz. Etwa 20 Brocken der Holzkonstruktion sowie die Wurzeln, die den Stollen zum Einsturz gebracht haben, konnte der Verein retten. Der Rest wurde entsorgt. "Die geretteten Fundstücke sollen zukünftig im neuen Vereinsmuseum an der Papiermühle ausgestellt werden", berichten die Vereinsvorsitzenden. In dem Stollen wurde ursprünglich Eisen abgebaut. Der Abbau musste jedoch eingestellt werden, da im Stollen zu viel Wasser stand. Deshalb wurde dieser später zur Trinkwasserversorgung genutzt.