Härtetest in der Nachspielzeit

Fussball Martin Männel meldet sich eindrucksvoll im Tor zurück

haertetest-in-der-nachspielzeit
Am 1. November absolvierte Martin Männel noch ein straffes Rehaprogramm in einer Spezialklinik in Donaustauf. Beim letzten Spiel des Jahres stand der Kapitän bereits wieder im Kasten. Foto: Carsten Wagner

"Martin Männel - Du bist der beste Mann" schallt es schon kurz nach dem Anpfiff des letzten Spiels im Jahr 2016 von der neuen Stehplatztribüne. Es scheint fast so als wollen die Fans ihre Nummer 1 ins Spiel tragen. "Vorm Spiel war ich so fokussiert, da habe ich das gar nicht so mitbekommen", sagt der Keeper. Doch beim Warmmachen und vor allem als er auf die Westtribüne zu gelaufen sei, haben ihn die Rufe beflügelt: "Das war schon was, wo du kurz aus dem Tritt kommst, definitiv. Aber für mich war wichtig, ein gutes Spiel abzuliefern."

Das Comeback des Kapitäns ist eine kleine Sensation, denn kaum ein Arzt hätte prognostiziert, dass Martin Männel bereits gegen Fortuna Düsseldorf wieder im Auer Kasten steht. Und nicht nur das: Männel hielt nach auskurierte Verletzung das Tor sauber. Da Männel ein Realist ist, war ihm durchaus klar, dass er sich bei Gegentoren, nach dem Spiel hätte Fragen gefallen lassen müssen. "So freue ich mich, dass es geklappt hat", zieht Männel Resümee. Nur weil vorn mal wieder nix hineinging, mussten sich die Lila-Weißen mit einer Punkteteilung gegen den Favoriten begnügen, denn das Spiel endete mit einem torlosen Unentschieden. Nachdem Spiel war Männel sichtlich erleichtert, dass er seine Feuertaufe nach der Verletzung bestand. Noch während des Spiels wurde sein linker Arm auf Herz und Nieren getestet - eine Glanzparade in der Nachspielzeit. Er sei einfach abgetaucht und habe nicht nachgedacht: "Der Arm hält. Ich habe keine Schmerzen. Das war so spätestens die Situation, in der ich gemerkt habe, dass der Ellenbogen keine Probleme mehr bereitet."

Nach dieser Glanztat ballte Martin Männel die Fäuste, zeigte damit, dass es geschafft ist und er dieses Spiel für die Mannschaft und auch für sich zu einem positiven Ende führen will. Kurz danach erfolgte der Abpfiff. "Wir müssen uns klar machen, was uns stark macht", sagt Männel und hofft in der Rückrunde auf mehr Effizienz im Angriff.