Kollekte kommt der Krisenintervention zugute

Blaulichtgottesdienst Auch Hoffnungsträger brauchen den Hoffnungsgeber

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Scheckübergabe in Sehma. Foto: Paul Reuter

Erzgebirge. Wenn es eine Krise gibt, dann sind sie zur Stelle: das Kriseninterventions- und Notfallseelsorgeteam Annaberg (KIT/NFS). Zu den Aufgaben des Teams, das derzeit aus 16 aktiven Mitgliedern besteht, gehören unter anderem die Überbringung von Todesnachrichten nach tödlichen Unfällen in Zusammenarbeit mit der Polizei, Betreuung von Hinterbliebenen von Suiziden oder Opfern sexueller Gewalt, Betreuung von Verletzten bei Großschadenereignissen oder auch die Einsatznachsorge bei ehrenamtlichen Helfern nach psychisch-belastenden Einsätzen. "Die wertvolle Arbeit dieser Frauen und Männer an den Menschen, die von einem Wimpernschlag zum Nächsten in ein so tiefes Loch fallen und Halt brauchen und einer starken Schulter bedürfen, ist kostenlos und kann über die integrierte Rettungsleitstelle Annaberg angefordert werden", weiß Andreas Möckel von der Stadtfeuerwehr Annaberg-Buchholz und Mitglied im Kriseninterventionsteam. Außerdem finanziert sich das KIT/NFS Annaberg e. V. nur durch Spenden. Eine Spende von knapp 750 Euro bekamen die Notfallseelsorger am 7. Dezember bei einem gemeinschaftlichen Treffen im Pfarrhaus in Sehma. Im Zuge des diesjährigen 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Buchholz fand der traditionelle Blaulichtgottesdienst statt. Das Motto des Gottesdienstes hieß "Auch Hoffnungsträger brauchen den Hoffnungsgeber!" Und genau solche Hoffnungsträger und Hoffnungsgeber organisieren sich im KIT/NFS Annaberg. Aus diesem Grund entschieden sich die Kirchgemeinde Sankt Katharinen Buchholz, die Feuerwehr Buchholz und das Org.-Team des Blaulichtgottesdienstes die Kollekte des diesjährigen Helfergottesdienstes an die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger zu spenden.