OB muss Rede und Antwort stehen

Wortgefechte Im alten Schlachthof Stollberg wird regelmäßig debattiert

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Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt lieferte jüngst den Stoff zum Debattieren. Foto: Ralf Wendland

Stollberg. Dass sich Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt in den Jahren 2009 und 2014 zur Stadtratswahl als Kandidat aufstellen ließ, hat Stimmen laut werden lassen, die das Vorgehen nicht in Ordnung fanden. Die Rede war von Wähler-Täuschung.

Als Rathauschef hat Schmidt das Stadtratsamt nie angenommen und das stand bereits vor der Wahl fest. So stand zudem der Fakt, dass die Stimmen, die Schmidt geholt hat, nicht verfallen, sondern Nachrücker der Freien Wähler davon profitieren und damit die politische Konkurrenz geschwächt würde.

Durfte Schmidt sich überhaupt aufstellen lassen?

Bei der aktuellen Ausgabe des Debattier-Clubs im alten Schlachthof in Stollberg wurde Schmidt mit Fragen einer Studentin aus Leipzig bombardiert. Juliane Voigt hat kein Blatt vor den Mund genommen. Die Frage stand, ob sich Marcel Schmidt als Oberbürgermeister hätte überhaupt auf die Liste schreiben dürfen. Eigentlich schon, denn es steht jedem Bürger frei, sich aufstellen zu lassen für die Wahl des Stadtrates.

Zu den Vorwürfen sagt Schmidt: "Das kann man so sehen, ich sehe es anders." Schmidt würde sich nach eigenen Aussagen heute wieder genauso verhalten: "Andere bringen im Wahlkampf Staatsminister mit. Wir als Freie Wähler sind nur in der Stadt aufgestellt und haben keine prominenten Vertreter. Als Oberbürgermeister ist man etwas prominenter als ein Stadtrat." Außerdem habe er wissen wollen, wie die Bevölkerung seine Politik sieht, die er als Stadtoberhaupt an den Tag legt und ob er Zustimmung erhält.



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