Oldies aus Franken jubeln erneut

Fussball Marienberger Kicker verpassen Sieg nur knapp

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Mit ihrem 10:0 gegen den SV Grün-Weiß Wernesgrün feierten die Oldies der Spielgemeinschaft Marienberg (gelbe Trikots) den höchsten Sieg des Turniers. Foto: Andreas Bauer

Gelenau. Nur haarscharf haben die Oldie-Kicker der Spielgemeinschaft Marienberg den Gewinn des Ü-60-Hallencups verpasst. Nur knapp 30 Sekunden fehlten und die Mannschaft, zu der auch Kicker aus Scharfenstein/Großolbersdorf sowie Großrückerswalde gehörten, hätten sich beim Turnier in Gelenau den erzgebirgischen Meistertitel geschnappt. Schließlich waren sie gegen die vier Kontrahenten ohne Niederlage geblieben. Nach zwei Siegen und zwei Remis mussten die Marienberger im letzten Spiel des Tages aber tatenlos mit ansehen, wie die Trophäe an den Seriensieger ging.

Jubeln durfte wieder einmal das Team Franken, das bereits in den vergangenen zwei Jahren gewonnen hatte. Diesmal lief es allerdings zunächst holprig, da der Titelverteidiger mit einer 2:4-Niederlage gegen Marienberg ins Turnier startete. "Da waren wir im Gedanken noch im Auto", sagt Manfred Zintl. Der 63-Jährige, der einst für Saarbrücken und Worms sogar in der 2. Bundesliga gespielt hatte, steigerte sich allerdings zusammen mit seinen Teamkollegen. Mit einem Sieg konnten sie im letzten Spiel gegen den SV Eintracht Bermsgrün alles klarmachen, doch lange stand es 1:1. Erst 28 Sekunden vor der Schlusssirene erzielten die Franken, die fast allesamt in jüngeren Jahren für Bayern Hof aktiv waren, das entscheidende Tor zum 2:1.

"Es hat trotzdem Spaß gemacht", nahm Michael Hauser den Ausgang des Turniers sportlich. Für den Marienberger, der die Ü-60-Mannschaft nur selten in dieser Formation zusammen bekommt, ging es einfach um das gemeinsame Erlebnis: "Sonst trainieren wir alle in unseren Vereinen. An Wettbewerben nehmen wir selten teil." Deutlich ehrgeiziger sind da die Kicker aus Franken, die fünf Hallen- sowie drei Freiluft-Turniere pro Jahr absolvieren. So wie in Gelenau haben die erfahrenen Akteure dabei meistens die Nase vorn.