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Rückblick: Der FCE und sein legendärer Kapitän

FUSSBALL Martin Männel ist die unangefochtene Nummer 1 im Auer Tor

Aue. 

Aue. Martin Männel und der FC Erzgebirge Aue - das ist schon eine besondere Verbindung. Männel ist nicht nur ein gestandener Torwart, der eine überragende Saison spielt, mit seinem Einsatz manches Tor vereitelte und letztendlich völlig zurecht mit seinem Team auf dem 6. Tabellenplatz in die kurze Weihnachtspause ging. Er ist auch Vorbild, Ikone und entwickelt sich - auch wenn er es ganz sicher nicht gern hört - im Lößnitztal zu einer Legende. Am 18. Oktober dieses Jahres stand der Kapitän in seinem 400. Pflichtspiel für die Veilchen auf dem Rasen. Die Partie im Erzgebirgsstadion gegen den 1. FC Heidenheim endete 2:1 für die Gastgeber. Sind solche Jubiläumsspiele eigentlich etwas Besonderes? "In dem Moment, in dem ich das Spiel habe, eher nicht. Da bereite ich mich wie auf jedes Spiel vor. Da gibt's für mich keine Sonderbehandlung." Doch Männel, der mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der Region zuhause ist, geht davon aus, dass sich das mit dem Abstand von mehreren Jahren verändern wird. "Dann ist es sicher auch eine Sache, die man gern erzählt und auf die man stolz sein kann."

Vor 12 Jahren kam er ins Erzgebirge

2008 bekam der heute 32-Jährige beim FC Erzgebirge Aue die Chance, in den Profifußball einzusteigen. "Die Möglichkeit konnte ich ganz gut nutzen", so der Torwart. Und so sind Verein und Torwart über die Jahre immer enger zusammengewachsen. Es ist kein Geheimnis, dass beide Seiten davon profitieren. "Es war für mich folgerichtig, mit dem Aufstieg in die 2. Liga, den Schritt hier weiterzugehen." Doch Männel ist auch leidensfähig. Als Aue 2015 den Klassenerhalt verpasste, blieb er einfach hier. Der Rest ist Geschichte: Mit Trainer Pavel Dotchev und der unangefochtenen Nummer 1 im Auer Tor gelang der sofortige Wiederaufstieg.

Dankbarkeit zum Verein und privates Glück

"Es war immer eine gewisse Dankbarkeit dem Verein gegenüber da." Männels Leistungen passten und auch privat fand er hier mit Frau, Haus und seinen beiden Söhnen sein großes Glück. Dass dieses verrückte Jahr auch bei Martin Männel seine Spuren hinterlassen hat, zeigt sich an den Wünschen für das kommende Jahr. Der Wunsch nach Gesundheit steht ganz oben. "Ich hoffe, dass wir einen Weg zurück in die Normalität finden, dem Corona-Virus die Stirn bieten können und möglichst mit geringen Schäden durch diese ganze Geschichte kommen."