Skiverband Sachsen zeichnet seine Besten aus

Auszeichnung Über 150 Wintersportler in Marienberg geehrt

Martin Hamann, Anne Winkler, Richard Freitag, Katharina Hennig und Valentin Mättig (v.l.). Foto: Thomas Fritzsch

Marienberg. In der Stadthalle Marienberg zeichnete der Skiverband Sachsen (SVS) am Samstag verdiente Sportlerinnen und Sportler für herausragende Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene in der vergangenen Saison aus. 150 Wintersportlerinnen und -sportler, Vereine, Trainer und Kampfrichter standen an diesem Tag im Rampenlicht. Der Präsident des Skiverbandes Sachsen, Heiko Krause, zog in seiner Laudatio Bilanz, natürlich gipfelte die im Höhepunkt, den Olympischen Winterspielen in Februar.

Daneben stand der Ski Weltcup in Dresden, der erstmals an der Elbe vor historischer Kulisse ausgetragen wurde, nochmals im Mittelpunkt. Für Abwechslung sorgte ein kulturelles Rahmenprogramm mit dem Auftritt der Akrobatinnen von der Eintracht Leipzig, die ihre Kunststücke auf der Bühne präsentierten. Auch Torsten Pahl mit seiner Zaubershow, der es ausgezeichnet verstand, sein Publikum auf komödiantischer Art zu unterhalten, faszinierte die Gäste.

Umweltschutz und Nachwuchsarbeit werden belohnt

Auch in puncto Umweltschutz engagiert sich der Skiverband Sachsen. So wird seit vielen Jahren der Skisport Umweltpreis ausgelobt, den diesmal der SC Kottmar entgegennehmen konnte. Ein Programmhöhepunkt war die Übergabe des Jens Weißflog-Nachwuchsförderpreises. Diesen erhielten die Langläuferin Saskia Nürnberger (VSC Klingenthal), der Biathlet Janne Schurig (SG Stahl Schmiedeberg), der Skispringer Adrian Tittel (SG Nickelhütte Aue) und der Kombinierer Pepe Schula (SSV Geyer).

"Wir wissen, dass wir immer nur ein einzelner Baustein sind und sein können in einem Mosaik. Es ist ein langer Weg zum Erfolg für unseren Nachwuchs. Auf diesem Weg gibt es viele Baustellen, die den Weg nach oben auch behindern können. Dessen muss man sich bewusst sein. Die Hoffnungen bestehen allerdings. Wer einen Nachwuchsförderpreis entgegen nimmt, bei dem gehen wir davon aus, dass er genügend Ehrgeiz und Biss hat und auch das nötige Quäntchen Glück, diese Baustellen nicht zu überfahren, sondern zu überwinden. Und damit den Sprung nach oben zu schaffen. Vorbilder, denke ich, gibt es genügend, auch hier im Saal. Also packt es an!", so der ehemalige Spitzensportler Jens Weißflog in seiner Rede.

Die harte Arbeit lohnt sich

Pepe Schula (SSV Geyer), 3. Platz in der Gesamtwertung Deutscher Schülercup Nordische Kombination: "Ich denke, ich habe meine Ziele erreicht. Sicherlich muss man noch mehr im Sommer erledigen. Ich bin stolz, den Jens Weißflog-Nachwuchspreis erhalten zu haben. Man sieht, dass es sich lohnt, im Sommer, wenn man die Weichen für die Wintersaison stellt, so hart zu arbeiten. Natürlich soll die kommende Saison besser werden als die letzte. Das bedeutet, weiter hart trainieren und kämpfen."

Der Junioren-Weltmeister konzentriert sich nun auf die Technik

Skispringer Cedrik Weigel (SG Nickelhütte Aue), Junioren-Weltmeister im Team: "Ich denke wir haben einiges erreicht und sind vor allem technisch etwas weitergekommen. Entweder man gewinnt, oder man kann aus den Niederlagen lernen. Ich denke, es war für mich eine wichtige Saison. Vor allem hat sich das intensive Training bei der Junioren-Weltmeisterschaft ausgezahlt. Ich bin da schon zufrieden, darauf lässt sich aufbauen. Speziell im Sommer konzentriert weiterarbeiten und in technischen Sachen dranbleiben. Und wenn man das Technische weiterentwickelt, kommen die Ergebnisse von ganz alleine. Also nehme ich mir in der nächsten Saison keine ergebnisbezogenen Ziele vor. Man sieht es bei Richard, wie der sich entwickelt hat, das ist echt beeindruckend."

"Es war eine super Zeit, die ich nicht missen möchte"

Langläufer Andy Kühne, mehrfacher Deutscher Meister und Medaillengewinner: "Ich denke, der Abschied tut nicht weh. Natürlich denke ich gern zurück an 15 Jahre Leistungssport. Es war eine super Zeit, die ich nicht missen möchte. Die Deutsche Meisterschaft war mein letzter Wettkampf. Dass ich Schluss machen werde, stand aber schon eher fest. Daher konnte ich mich mit der Situation etwas auseinandersetzen. Bei der Tour de Ski hatte ich nochmals die Chance, mich für Olympia zu qualifizieren. Das habe ich nicht geschafft. Da war für mich klar, dass nach dem Winter Schluss ist für mich. Ich will jetzt Wirtschafts-Ingenieurwesen studieren. Aber ich werde nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Ich werde noch einige Volksläufe, aber nur hobbymäßig, machen."