So könnte Integration gelingen

Sozial Bundesfreiwillige sollen für Flüchtlingshilfe eingesetzt werden

Integration von Anfang an. Das ist für die Zukunft unabdingbar. Deshalb wurden Teile des Bundeshaushalts 2016 in den Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses festgezurrt. Dazu erklärt die mittelsächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Simone Raatz: "Mit den Ergebnissen setzt die Koalition ein klares Signal für eine Integration von Flüchtlingen von Anfang an. 250 Millionen Euro zusätzlich sind 2016 allein für weitere Integrationskurse, 10,5 Mio. mehr für die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und 17 Mio. mehr für Integrationsprojekte geplant. Um Asylverfahren weiter zu beschleunigen, erhält das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2.700 Planstellen mehr und wird mit 1.000 temporären Kräften gestärkt." Für Beratung und Betreuung wird der Titelansatz dazu um sechs Mio. Euro angehoben. Mit dem Geld soll für eine effektive Flüchtlingsarbeit vor Ort gesorgt und zusätzliche Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen für Berater in den Flüchtlingszentren sowie von Haupt- und Ehrenamtlichen Trägern finanziert werden. Zur Beschleunigung der Asylverfahrensabläufe werden beim BKA 97 Stellen geschaffen. Auch das bürgerschaftliche Engagement, der Bundesfreiwilligendienst sowie das Bundesprogramm für Vereine und Initiativen soll gestärkt werden. Angelika Wenz ist die Geschäftsführerin des Vereines "Freiwillig im Erzgebirge". Seit Juli 2011 ist der Bundesfreiwilligendienst fester Bestandteil in der Struktur des Vereins. "Bundesweit sollen zirka 10.000 Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden", weiß die Zschopauerin und erklärt weiter: "Wir sind dem Internationalen Bund als Zentralstelle angeschlossen und werden ein Sonderkontigent mit fünf bis sechs Freiwilligen zum Einsatz bringen. Zu den Einsatzstellen gehören die KEZ Zschopau sowie die Sozialbetriebe, die Freiwillige in der Kinder- und Jugendarbeit benötigen, da auch Flüchtlingskinder in den Einrichtungen sind. Weitere Stellen gibt es in der Schweizer Schule in Freiberg, im Diakonischen Werk Marienberg zur Betreuung für Asylsuchende sowie in der Betreuungsstelle des Kompetenzzentrums Aue."