The Firebirds rocken das Deutsche Haus

Unterhaltung Rock and Roll-Show der Extraklasse

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Die adrett gekleideten jungen Herren auf der Bühne brachten den Saal wieder einmal zum Kochen. Die Firebirds traten zum wohl letzten Mal im Deutschen Haus in Grünhainichen auf. Foto: Dirk Trautmann

Grünhainichen. Die Firebirds und das Deutsche Haus in Grünhainichen - die einen erfinden sich wieder einmal neu, im Deutschen Haus gehen langsam die Lichter aus. Doch von großer Wehmut war am Samstag nichts zu spüren, dafür bot die Band aus Leipzig eine viel zu mitreißende Show. Die 330 Besucher hielt es ab dem 1. Ton nicht auf ihren Stühlen, sie tanzten einfach bis in den Morgen hinein.

Die Firebirds sind mitten im 25. Jahr ihres Bestehens und sie haben große Dinge geplant. Im November gehen sie auf Jubiläumstournee mit großem Orchester, "The Firebirds Rockestra" eben.

Und für den November hatte Olaf Richter die Leipziger eigentlich schon gebucht, dann kam den Musikern eben die Sache mit dem großem Orchester in den Sinn. "Mir war es eigentlich ganz recht, dass sie jetzt gespielt haben. Da musste das Haus wenigstens nicht geheizt werden", sagte der Grünhainichener, der die Leipziger schon seit Jahr und Tag in das Deutsche Haus holte.

Wie nach Hause kommen

"Wir kennen Olaf Richter sehr gut und haben auch gern hier gespielt", erzählte Konrad Schöpe, Bassist und Gründungsmitglied der Band. "Das war hier immer etwas wie nach Hause zu kommen, denn es hatte immer alles gepasst. Die Leute hier vom Deutschen Haus und natürlich das Publikum. Aber das ist eben der Lauf der Zeit, einige Häuser machen dicht, dafür andere wieder auf", sagte der Musiker.

Die Firebirds sind richtig gut im Geschäft. Sie spielen etwa 160 Shows pro Jahr, so dass die Fans Gelegenheit haben, die Band live zu erleben.

Die großen Zeiten des Deutschen Hauses sind vorbei

"Es ist schon schade. Um das Haus und auch, dass die Firebirds hier nicht mehr spielen werden", sagte ein Ehepaar aus Grünhainichen, das die große Zeit des Deutschen Hauses miterlebt hatte. Die vielen Stars aus der DDR, die sich hier die Klinke in die Hand gaben, und auch Musiker aus dem Westen, die schon zu DDR-Zeiten hier aufgetreten sind.

"Jürgen Drews war damals schon hier", erzählte eine Chemnitzerin. Von diesen Zeiten ist das Haus weit entfernt, seit Jahren wölbt sich schon der Parkettböden und auch die Toiletten entsprechen lange schon nicht mehr dem Standard.

"Wir haben unsere Jugend hier verbracht, es war eine schöne Zeit", erzählten die Waldkirchener Annett Siegel und Sabine Reinhold. Ausgelassen getanzt wurde im Deutschen Haus immer, ob früher oder am Samstag. Da fiel auf der Tanzfläche kaum eine Stecknadel zu Boden. Und gefeiert wurde eine Band aus Leipzig, die eine mitreißende Show bot und die Besucher feierten auch, froh, noch einmal im Deutschen Haus in Grünhainichen die Nacht zum Tag zu machen.