Von der Arbeitslosigkeit in den Fachkräftemangel

Ausbildung Bedarf wird immer größer

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Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, weiß um die Not der Unternehmen, Nachwuchs zu finden. Foto: R. Wendland

Stollberg. Beim Thema Fachkräfte ist der Kampf um die Köpfe entfacht. Das ist auf dem Lehrstellenmarkt genauso. Anders als früher, wo Bewerber in der Pflicht waren, ist es heute genau umgekehrt, Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, dass sich junge Leute für eine Ausbildung bei ihnen entscheiden.

Druck baut sich auf

Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge weiß genau: "Für die Unternehmen wird es immer enger und der Bedarf immer größer. Dass wir nur noch 50 Prozent junger Leute haben, die nachwachsen, gegenüber denen, die aus dem Berufsleben ausscheiden, bringt Druck mit sich. Unternehmen nutzen mittlerweile jede Chance, sich zu präsentieren." Die Ausbildungsmesse Erzgebirge sei eine Plattform, die zunehmend frequentiert wird.

Morgen öffnet die Messe in der Dreifeldhalle des Carl von Bach Gymnasiums in Stollberg bereits zum 13. Mal die Türen. Junge Leute können sich dort in der Zeit von 10 bis 15 Uhr umfassend informieren über Ausbildungsmöglichkeiten und dabei mit den Unternehmen, die in der Region ausbilden, ins Gespräch kommen.

"Von Arbeitslosigkeit in den Fachkräftemangel"

Lißke betont, die Messe sei kein Lehrstellen-Basar, sondern ein Baustein, der eine langfristige Berufsorientierung ermöglicht. Zur angespannten Situation sagt Lißke: "Wir stolpern von einer großen Arbeitslosigkeit in einen großen Fachkräftemangel hinein. Es wird noch Jahre dauern, bis sich das wieder normalisiert." Das hänge damit zusammen, dass die Region in den 90er Jahren viele junge Leute verloren hat, die abgewandert sind.



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