Wie wird Stollberg fahrradfreundlicher?

Projekt Alltagsradfahren wird auch im Erzgebirge ein Thema

Stollberg. 

Stollberg. In Stollberg hat man sich das Thema Radfahren nicht nur aus touristischer Sicht auf den Tisch gezogen, sondern auch hinsichtlich des Alltagsradfahrens. Das Radverkehrskonzept, das derzeit bei der Stadtverwaltung Stollberg erarbeitet wird, hat man erstmals öffentlich im Mai vorgestellt und darüber diskutiert. Im Ergebnis hat man mitgenommen, dass sich viele Radfahrer in Stollberg mehr Abstellmöglichkeiten wünschen und dass auch die Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung ein Ansatz sind. Wie es aus der Stadtverwaltung heißt, soll beides noch in diesem Jahr verbessert werden.

Rücksicht ist ein wichtiges Thema

Erste Arbeiten sind bereits realisiert worden - so sind erste Fahrradbügel am Walkteich installiert und es sind markierte Schutzstreifen auf der Hohensteiner Straße angebracht worden. Weitere Markierungen sollen entlang der B 169 folgen. Was ganz wichtig sei bei aller Euphorie: unter allen Verkehrsteilnehmern muss ein gewisses Umdenken stattfinden. Schilder allein reichen da nicht aus - wenn immer mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit und in die Schule fahren, dann brauche man in erster Linie mehr gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung.

Die markierten Schutzstreifen auf der Hohensteiner Straße werden von Autofahrern akzeptiert und von Radfahrern genutzt - es sei zu beobachten, dass die meisten Verkehrsteilnehmer sich rege bemühen, die Schutzstreifen nicht zu befahren und auch langsamer unterwegs sind, als zuvor. Eine Gefahr bestehe darin, dass Radfahrer beim Parken oder Rechtsüberholen übersehen werden könnten.