Ein Hauch von Loveparade im E-Werk

Party Techno-Pionier "Dr. Motte" setzt Reichenbacher E-Werk unter Strom

Reichenbach. 

Reichenbach. Auf diese Party haben sich die Elektro-Fans seit Wochen gefreut. Rund 1500 Partygäste feierten am Samstag im Reichenbacher E-Werk eine Fete wie es sie hier schon lange nicht mehr gab. Vor allem die älteren Raver wollten Techno-Ikone und Mitbegründer der Loveparade "Dr. Motte" hautnah erleben. Seine Mission: Der jüngeren Generation die Wurzeln der Techno-Club-Kultur zeigen.

"Techno hat nichts mit dem Alter zu tun"

Während seines Auftritts entstaubte der Kult-DJ die eine oder andere in die Jahre gekommene Techno-Hymne. Ungeachtet seines Bekanntheitsgrades entpuppte sich der Berliner als cooler Typ zum Anfassen, der immer noch Spaßt hat, die Massen zum Hüpfen zu bringen. Bei Hendrik Brückner ging der Puls nach oben. Ende der 1990-er Jahre war der heute 39-jährige Reichenbacher zwei Mal bei der Love-Parade in Berlin dabei. "Die Bilder von damals und das Gefühl sind immer noch sehr lebendig." Er wünscht sich, dass die Loveparade eines Tages doch wieder zum Leben erweckt wird.

Zwischen den Floors pendelte Josy Uhlmann aus Plohn. "Ich bin voller Adrenalin", gestand der Teenager. Von der Loveparade und den DJs aus jener Zeit wisse sie nur wenig. "Ich finde es aber ganz witzig, dass die verschiedenen Techno-Generationen zusammenkommen sind." Das fand auch DJane "Je Sare" spannend. Die Magdeburgerin war vor "Motte" dran. "Ich denke, Techno hat nichts mit dem Alter zu tun." Von ihrem Berliner Kollegen zeigte sie sich beeindruckt. Schon mehrmals sei sie mit ihm unterwegs gewesen. "Ein authentischer Typ, der sich treu geblieben ist."

Während in der "Kantine" und in der "Turbinenhalle" die Nachtschwärmer weiter unter Strom standen, zog Veranstalter Enrico Sörgel ein Zwischenresümee. "Unser Konzept, älteres und jüngeres Publikum zusammenzubringen ist voll aufgegangen." Bei über 20 Acts auf drei Floors sei für jeden was dabei gewesen. Manche der hartgesottenen Partygäste tanzten die ganze Nacht durch. Endgültig wurde der Stecker im E-Werk gegen 7 Uhr gezogen.