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Künstler in der Coronakrise: Videoclip gegen das Schweigen

Premiere Starkes Statement für die Kultur

Auerbach. 

Auerbach. Verschlossene Konzerthallen, verwaiste Bühnen und Künstler, die um ihre Existenz bangen. In der Musik- und Veranstaltungsbranche herrscht Alarmstufe Rot. Simultan-Frontmann Sebastian Fischer (Foto) will das nicht einfach so lautlos hinnehmen. Mit Unterstützung von Musikerkollegen, Veranstaltern, Kultureinrichtungen und Gastronomen produzierte der 32-Jährige seinen neuesten Videoclip. Unter dem Titel "Wenn wir heute schweigen" ging das Projekt jetzt in den Social-Media-Kanälen an den Start. Mehrere Sender - darunter auch der MDR-Sachsenspiegel - haben bereits Interesse an der Geschichte gezeigt. Mit der Aktion wollen die Beteiligten in breiter Front auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen.

"Wenn wir heute schweigen, schweigen wir uns tot."

"Wenn wir heute schweigen, schweigen wir uns tot." So lautet der Refrain zum neuen Videoclip, den Simultan-Frontmann Sebastian Fischer mit einer breiten Front an Unterstützern in den Social-Media-Kanälen an den Start brachte. Die ins rote Licht getauchten Bilder zeigen Räume mit hochgestellten Stühlen. Gepaart mit dem eindringliche Rhythmus vermitteln die Sequenzen Endzeitstimmung. "Straßen ohne Treiben, Häuser stehen leer. Niemand wird mehr klopfen, keiner schließt mehr auf." Genau dieses Horrorszenarium haben viele in der Kreativ-Wirtschaft und in der Gastronomie angesichts der harten Corona-Maßnahmen vor Augen. "Der Titel stammt von meinem Vater", verriet der 32-jährige Musiker. Günter Fischer hat ihn Anfang der 1980-er Jahre produziert. Damals im Kalten Krieg standen sich die Militärblöcke mit einem riesigen Atomwaffenarsenal unversöhnlich gegenüber. Vier Jahrzehnte später hält ein neuartiger Virus die Welt in Atem. Aus dieser düsteren Stimmung heraus erhebt sich am Ende des aktuellen Musik-Clips ein vielstimmiger Chor mit bekannten Persönlichkeiten aus der Branche. Gemeinsam singen sie gegen das Schweigen. Der Auerbacher und alle am Video Beteiligten hoffen auf große Resonanz. "Wir wollen ein Zeichen setzen und zum Nachdenken anregen, wie wichtig Kultur auch auf emotionaler Ebene in unserem Leben ist." Jetzt müsse man alles dafür tun, dass der Traum vieler kreativer Köpfe, die kurz vor dem Ruin stehen, nicht für immer zerstört wird.



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