Sieb und Trichter schmücken Baum

Theater Lokalkolorit durch Laienspieler

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Die Rodauer Laienspieler auf der Bühne. Foto: Simone Zeh

Rodau. Heit kimmt dr" hieß es in Rodau, als die örtlichen Laienspieler jetzt ihr neues Theaterstück aufführten. "Es ist das nunmehr zwölfte", sagt Ute Dietze. Sie schaut, dass alles läuft und das Stück hat sie auch selbst geschrieben. Neun Laienspieler jedes Alters spielten mit. "Heit kimmt dr" ist vogtländisch und heißt: Heute kommt er. Wer ist klar, der Weihnachtsmann. Im Vogtland auch Rupprecht genannt. Und darum geht es: Oma und Opa schmücken den Weihnachtsbaum, aber mit Küchenutensilien wie Trichter, Sieb und Reibe. Als Sohn Hugo mit seiner Frau vom Einkaufen kommt, fragen beide: Sind die verrückt geworden? "Wenn er 'ogedangelt' ist, findet man gleich alles", sagt die vergessliche Oma. Da wäre noch die Frage nach dem Rupprecht. Jeder sagt seine Wünsche, ob Laptop, Handy oder Ski. Doch was will Opa? Erst druckst er herum. Dann sagt er, es soll mehr Leben ins Dorf einkehren. Er will aus der einstigen "Einkaufsquelle" etwas Neues machen. Wenn alle Handwerker und Helfer im Dorf mit anpacken, könnte das was werden. Schließlich gäbe es schon keine Schule, keinen Hort und keinen Kindergarten mehr. Auch keinen Schmied, Sattler, Bäcker oder gar ein Wirtshaus. Dafür haben wir einen schönen Spielplatz, kommt ein Ruf. Rodau gestern und heute zu zeigen, das ist den Laienspielern wichtig.