Stefan Fritzlar trifft gegen Erzgebirge Aue

Fußball Nur 517 Zuschauer waren im Stadion

stefan-fritzlar-trifft-gegen-erzgebirge-aue
Der Plauener Stefan Fritzlar hat gegen Aue ein sensationelles Kopfballtor erzielt. Foto: Karsten Repert

Plauen. Obwohl sich die Leistung der VFC-Fußballer gegen den FC Erzgebirge Aue sehen lassen konnte, waren vor allem die Plauener nach der 1:2-Testspiel-Niederlage (0:2) enttäuscht. "Wir strampeln uns ab und hängen uns rein. Und dann kommen so wenige Zuschauer", senkte VFC-Kapitän Stefan Schumann den Kopf.

Nur 517 Besucher wurden im Vogtlandstadion gezählt. Bei 6 Euro Eintritt macht das eine Tageseinnahme von rund 3.000 Euro plus die Einnahmen aus dem Gastronomiebetrieb. "Ich hatte sehr gehofft, dass mehr Zuschauer kommen", ließ auch der Geschäftsführer vom FC Erzgebirge Aue, Michael Voigt, seiner Enttäuschung freien Lauf.

Als Plauener und als ehemaliger Geschäftsführer des VFC hängt Voigt nach wie vor am Verein. Weil der Oberliga-Tabellenführer wirtschaftlich in Schwierigkeiten ist, nahm der Zweitliga-Siebente die Einladung zu einer Art Benefizspiel im Vogtlandstadion an.

Nach fünf Chancen folgte der erste Treffer

Bei nasskalten fünf Grad Celsius starteten die "Veilchen" furios. Fünf Möglichkeiten erarbeiteten sich die Erzgebirger. Das sechste Ding saß. Nach Dimtrij Nazarov (19.) traf später auch Albert Bunjaku (38.) gegen Alexander Grötzsch.

Der Plauener stand im Kasten, weil mit Marian Unger (Oberschenkelzerrung) und Danilo Dersewski (Kreuzbandriss) die beiden etatmäßigen Schlussleute ausfielen. Grötzsch machte seine Sache insgesamt prima. Und in der zweiten Halbzeit blieb der zweite Ersatztorwart Patrick Rahm sogar gänzlich ohne Gegentor, während die Auer Profis ihr Trainingsspielchen runterspulten.

Patrick Rahm war berechtigterweise stolz: "Ich spiele seit der C-Jugend hier im Verein und habe genau für diesen Tag viele Jahre trainiert. Es war mein bisheriger sportlicher Höhepunkt." Und dann kam wieder einmal "der alte Fritz". Gemeint ist Stefan Fritzlar (85.), der eine Ecke von Benjamin Keller wie im Bilderbuch ins Auer Tor köpfte und so ein bisschen aufzeigte, wohin der Weg des VFC Plauen gehen könnte, wenn der Verein sich auf mehr Regionalität besinnen sollte.



Bewerten Sie diesen Artikel:7 Bewertungen abgegeben