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Chemnitz

Stelzenfestspiele bei Reuth locken großes Publikum

Kultur Haydn und ein Ausnahmetalent

Stelzen. 

Stelzen. Mit "Die Jahreszeiten" endeten die Stelzenfestspiele bei Reuth, die das ganze Wochenende über Besucher aus ganz Deutschland anlockten. Petrus zeigte sich am Sonntag gnädig und schickte keinen Regen, sondern hier und da sogar Sonne in den kleinen Ort Stelzen.

Klaviertöne, die am Sonntagnachmittag aus der Kirche drangen, ließen vermuten, dass da ein großer Musiker seinen Soloauftritt hat. Der Chemnitzer Ben Lepetit indes ist gerade mal elf Jahre alt und entlockte dem Flügel wunderbare Klänge. Das Ausnahmetalent spielte Werke unter anderem von Mozart, Liszt und Beethoven auf dem Flügel, welchen erneut Jutta Kirst vom gleichnamigen Pianosalon eigens für diesen Auftritt nach Stelzen befördern ließ.

Die Irrfahrten des Odysseus

Auch am Vormittag, sozusagen zwischen Frühstück und Sonntagsessen, wurde es klassisch mit dem Gran Quentetto Do Minore. Streichquintette von Giovanni Bottesini und Alexander Glazunov erklangen in der Kirche, in welcher es herrlich nach Sommerblumen duftete. Die Dorffrauen hatten erneut die schönsten Blumen aus ihren Gärten gepflückt, um dem Gotteshaus ein schmuckes Angesicht zu geben.

Bis in die Nacht hinein brachte "El Flecha Negra" am Samstag das Publikum zum Tanzen und Fröhlichsein. Südamerikanisches Feeling tat den Besuchern bei dem kalten, regnerischen Wetter in Stelzen gut. Den Musikern aus Chile, Peru, Spanien und Deutschland gelang es mit ihrer Musik mühelos, den Funken zu den Zuhörern überspringen zu lassen. Das trojanische Pferd indes war der Hingucker zu den Stelzenfestspielen.

Denn der Höhepunkt war die Theateraufführung "Die Irrfahrten des Odysseus". Für Wanderlust indes sorgte das Wandertheater "Sechs kommen durch die Welt", frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. Um den Regenwurm drehte und rankte sich alles bei der Landmaschinensinfonie, die zweimal in der jeweils voll besetzten Festspielscheune eine Aufführung erfuhr.



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