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Vogtland

Graffiti für 60.000 Euro: Nun ist die Stützmauer fertig

Kunst Graffiti setzt Schlusspunkt unter Großprojekt in Mülsen

Mülsen. 

Mülsen. Im Oktober 2017 fiel der Startschuss für den Bau der Stützmauer in Ortmannsdorf. Hintergrund der Maßnahme war ein Hangrutsch während der Starkregen- und Hochwasserereignisse 2013. Begünstig wurde das seinerzeit durch eine übersteile Böschungen und zum Teil freiliegende Wurzeln der dort stehenden Bäume. Vor wenigen Tagen fanden die Arbeiten mit der Fertigstellung eines riesigen Graffiti ihren Abschluss.

 

Künftig soll die 125 Meter lange und bis zu 6,3 Meter hohe Betonwand die erforderliche Standsicherheit des Hanges gewährleisten. Rund 2,5 Millionen Euro sind in das Bauvorhaben geflossen, das im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung realisiert wurde. Um den Anwohnern nicht einfach eine graue Betonwand vor die Nase zu setzen, wurde im Landratsamt entschieden, ein Graffiti aufzubringen. Die Kosten hierfür: 60.000 Euro.

 

Andernfalls hätte man vermutlich Möchtegern-Graffitisprayer angelockt

In der Begründung dazu heißt es, dass die Stützmauer ursprünglich mit Schalungsmatrizen versehen werden sollte. Eine Schutzbeschichtung wäre auch in diesem Fall von Nöten gewesen. Allerdings hätte die dann vorhandene gewaltige graue Mauer wahrscheinlich sehr schnell Möchtegern-Graffitisprayer auf den Plan gerufen. Deren "Kunstwerke" regelmäßig wieder zu entfernen, wäre mit erheblichen Kosten verbunden gewesen.

 

Das Graffiti wurde öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt Profisprayer Maik Detzner. Von ihm stammen auch mehrere Motivvorschläge, über die dann Landratsamt und Gemeindeverwaltung beraten haben.