Max-Pechstein-Preis für den Zwickauer Hartwig Ebersbach

Kultur Preisverleihung am 10. November in den Kunstsammlungen

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Hartwig Ebersbach bei der Arbeit. Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Zwickau/Leipzig. Die Stadt Zwickau vergibt den Max-Pechstein-Ehrenpreis 2017 an den in Leipzig lebenden und 1940 in Zwickau geborenen Künstler Hartwig Ebersbach. Die Preisverleihung findet am 10. November in den Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum statt. Zugleich wird die Ausstellung "Hartwig Ebersbach - Time" eröffnet, die vom 11. November 2017 bis 25. Februar 2018 zu sehen ist.

Eine kurze Biographie

Hartwig Ebersbachs künstlerisches Talent entwickelte sich in der von Bergbau und Industrie bestimmten Arbeitergegend, gefördert durch die Mal- und Zeichenschule Zwickau und Lehrern wie Tatjana Lietz. In Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Bernhard Heisig ausgebildet, gehörte der Maler bald zur berühmten "Leipziger Schule" innerhalb der "expressiv-leidenschaftlichen" Gruppe, die internationale Aufmerksamkeit erregte. Das Werk des Künstlers gehört zu den wichtigsten und eigenständigsten Positionen innerhalb der deutschen Malerei. Als einer der bedeutendsten Maler seiner Generation erfuhr Ebersbach internationale Anerkennung.

Stil und Ausstellungen

Bedeutend für seine Kunst waren und sind Erlebnisse, Erinnerungen, vor allem Träume und Reflexionen über die eigene Subjektivität und Individualität. Die Auseinandersetzung mit Mythen, Sagen und Märchen sind wesentlich für sein Werk wie auch die Begegnungen mit exotischen, archaischen Kulturen, die ihn neben der expressiven Malerei mit Max Pechstein verbinden.

Wichtige Einzelausstellungen oder Beteiligungen fanden unter anderem in China und den USA, in Frankreich, Belgien und Japan sowie in der Schweiz statt. Der Künstler war in allen großen deutsch-deutschen Ausstellungen und Publikationen zur Kunst des 20. Jahrhunderts präsentiert worden. Zudem ist er weltweit in wichtigen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Hartwig Ebersbach ist der fünfte Max-Pechstein-Preisträger - nach Alfred Hrdlicka (1993), Lothar-Günther Buchheim (1999), Arno Rink (2005) und Klaus Staeck (2011).