Mit 9,34 Milliarden Euro steht Zwickau unangefochten an der Spitze

Wirtschaft Geschäftserwartungen für 2017 fallen positiv aus

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Mitarbeiter montieren eine umweltfreundliche Löschwasseraufbereitungsanlage für eine Ölplattform in der Nordsee - im Bild die Geschäftsführer René Kunz, Stephen Larimore und Prokurist Achim Kunz (v.l.). Foto: IHK

Zwickau. Das Industriewachstum im Bereich der Industrie- und Handelskammer Zwickau verliert an Tempo. Für den Handel und das Gastgewerbe fallen die Prognosen gut aus, so das Ergebnis des Jahresgesprächs am Donnerstag. Mit einem Volumen von 9,34 Milliarden Euro steht die Region dennoch unangefochten an der Spitze im IHK-Bezirk Chemnitz.

Zuwachs verzeichnen seit Jahren Kapitalgesellschaften. Gleichzeitig stieg die Zahl versicherungspflichtig Beschäftigter auf insgesamt 123.842, das ist ein Zuwachs um 763 Personen. Handel und Gastgewerbe profitieren vor allem von starker Nachfrage. "Die Geschäftserwartungen für 2017 fallen ebenfalls positiv aus" erklärte Präsidentin Ulla Reichel und fügte hinzu: "Wir sollten die Entwicklung auch sportlich nehmen: nach vorn schauen, besser werden."

Gäste in der Gesprächsrunde waren Andreas Barth vom Romantik Hotel Schwanefeld und Achim Kunz von Astra Industrieanlagenbau. Für bisher rund zehn Millionen Euro hat der 52-jährige Hotelinhaber bisher investiert, um sein Haus zu sanieren und zu erweitern. "Wir verzeichnen ein konstantes Umsatzwachstum" sagte der Chef eines 44-köpfigen internationalen Mitarbeiterteams.

Immer anspruchsvoller werden auch die Projekte von ASTRA Zwickau. Der Spezialist für Anlagen- und Rohrleitungsneubau ist in den Bereichen Erdgas, Erdöl, Chemie und Off-Shore weltweit tätig und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von circa 5,5 Millionen Euro. Sorgen bereiten dem Diplom-Ingenieur wachsende Reglementierungen der Politik, steigende Energiekosten und Wirtschaftssanktionen.