Rattenalarm: Gemeinden legen Köder aus

Rattenproblem Ordnungsamt erklärt die Grundregeln der Abfall-Entsorgung

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Rattenvermehrung mit Nutzung der Biotonne vermeiden. Foto: nsw

Wilkau-Haßlau/Kirchberg. "Wir haben bereits Köder ausgelegt und die Zahlen sind rückläufig", so Bürgermeister Stefan Feustel. Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten im Wohngebiet entlang der Weststraße, Wiesenstraße und Am Doktorberg in letzter Zeit eine ungewöhnliche Häufung von Ratten festgestellt. Wie viele Tiere es sind, konnte nicht gesagt werden.

Speisereste nur in der Biotonne entsorgen

"Wenn die Anwohner selbst etwas tun wollen, dann dürfen sie keine Speisereste oben auf den Kompost werfen", führt Feustel weiter aus. Ratten ernähren sich vorwiegend von Abfällen aus Haus und Garten, aber auch von Speiseresten. Speisereste, also gekochte Lebensmittel, vor allem Fleischgerichte, sollten weder über die Toilette, den Ausguss noch auf dem Kompost entsorgt werden.

"Die Anwohner sollten unbedingt ihre Biotonne für die Speisereste nutzen oder notfalls den Restmüllcontainer", legt Feustel nahe. Die Wasserwerke haben die Köder mit Rattengift entlang der Kanalisation ausgelegt, sodass Anwohner keine Angst um Kinder oder Haustiere zu haben brauchen.

In Kirchberg ist Vorsicht geboten

Anders sieht es in Kirchberg aus. Hier hat die Firma "Breiter Holzschutz und Schädlingsbekämpfung" nicht nur in den Abwasserkanälen im Gebiet Goethestraße, Gorkistraße, Käthe-Kollwitz-Straße und Clara-Zetkin-Straße, sondern auch in Bereichen des Rödelbaches und Mühlgrabens Rattengift in abschließbaren Köderstationen ausgelegt. Hier sind Kinder und Haustiere unbedingt fernzuhalten und bei Verdacht einer Köderaufnahme ein Arzt beziehungsweise Tierarzt aufzusuchen.