Väterchen Frost gibt sich in Wiesen die Ehre

Fest In Wiesen wurde das "Baamspitzenfast" gefeiert.

Im Wildenfelser Ortsteil Wiesen wurde am Samstagabend das "Baamspitzenfast" gefeiert. Dazu eingeladen hatte der örtliche Heimatverein. Die Ursprünge der Freiluftveranstaltung, die inzwischen auch Schaulustige aus dem Umland anlockt, liegen im Weihnachtsbaumverbrennen, das die derzeit 83 Vereinsmitglieder 2013 erstmals durchgeführt habe. "Im vergangenen Jahr sind wir mit unserem Fest an den Teich in der Ortsmitte umgezogen. Da wir hier kein großes Feuer entfachen können, habe wir der Sache den Namen 'Baamspitzenfast' gegeben. Dem Zuspruch tut das keinen Abbruch.

Im Gegenteil, denn am alten Platz auf einem Feld außerhalb des Ortes hat uns die Witterung oft ziemlich zugesetzt", sagte Sven Gerschler, Vorsitzender des Heimatvereines. Ihre ausgedienten Weihnachtsbäume - vorzugsweise deren Spitzen - konnten die Wiesener trotzdem zum Schreddern abliefern. Als kleinen Bonus gab es dafür einen Gutschein für einen Glühwein oder einen Kinderpunsch. Höhepunkt des Abends war wie in jedem Jahr der Besuch von Väterchen Frost. "Als wir seinerzeit die Idee zu diesem Fest hatten, ging es uns hauptsächlich darum die Leute auch in der dunklen Jahreszeit mal zusammenzubringen. Dabei haben wir ganz bewusst nach einer Sache gesucht, bei der auch die Kinder eingebunden werden konnten. Da aber vom Termin her der Weihnachtsmann nicht mehr in Betracht kam, musste halt Väterchen Frost herhalten", sagte der 41-jährige Vereinschef. Mit leeren Händen rückte der russische Kollege des Weihnachtsmannes am Samstagabend natürlich nicht an. Er überraschte die Besucher des Wiesener "Baamspitzenfastes" mit kleinen Geschenken. Für die Steppkes des Kindergartens, die ein kleines Programm aufführten, gab es noch eine besondere Zugabe. Als Lohn für ihre Mühen durften sie sie sich über 100 Euro aus der Kasse des Heimatvereines freuen.