Wolfstag lockt Schaulustige in den Hirschfelder Tierpark

RaubTier Angst muss man nicht haben

Hirschfeld. 

Hirschfeld. Der Wolfstag gehört zu den Veranstaltungen, die stets zahlreiche Besucher in den Hirschfelder Tierpark locken. Am Sonnabend verfolgten allein rund 100 Schaulustige die Fütterung der beiden Wölfe Joe und Freya. Die ließen sich von den vielen Zuschauern kaum beeindrucken, sondern kümmerten sich mehr darum, ihr Futter so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wohlweislich hatten die Tierpfleger das Futter so im Gehege platziert, dass die Besucher aus nur wenigen Metern Entfernung einen Blick auf das Geschehen werfen konnten. Wer mehr über das Leben der Wölfe erfahren wollte, konnte sich entweder eine Informationsausstellung der Kreisnaturschutzstation "Gräfenmühle" anschauen oder sich einen Vortrag von Stephan Kaasche, Mitarbeiter des "Wildbüros Lupus", zum Thema "Wölfe in Sachsen" anhören.

"Angst muss man deshalb nicht haben"

Der Experte schloss in seinen Ausführungen zwar nicht aus, dass vereinzelt auch mal ein Wolf auf "Durchreise" in der hiesigen Region anzutreffen sei, erachtete es aber als unwahrscheinlich, dass sich die Raubtiere dauerhaft in einer dicht besiedelten Gegend wie Westsachsen niederlassen. So sah das auch Dennis Klein, Koordinator der Kreisnaturschutzstation "Gräfenmühle" in Neukirchen. "Angst muss man deshalb nicht haben. Der Wolf sieht Menschen nicht als Feinde an und wir passen auch nicht in sein Beuteschema. Begegnungen können zwar vorkommen, in der Regel gehen Wölfe den Menschen aber aus dem Weg", sagte der 35-Jährige.